Handball-Star Andy Schmid rät seinen Nati-Kollegen «Im Ausland kann man nur gewinnen»

Der Erfolgsweg für die Handball-Nati führt über ausländische Klubs. Sagt einer, der es wissen muss: Bundesliga-Star Andy Schmid.

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MNLA

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 K. Schaffhausen 12 368:329 20
2 Pfadi Winterthur 12 326:291 18
3 Wacker Thun 13 378:333 18
4 HC Kriens 13 357:322 18
5 HSC Suhr Aarau 13 325:325 13
6 TSV St Otmar/St Gallen 13 370:394 12
7 Amicitia Zürich 13 363:348 10
8 BSV Bern Muri 13 331:337 10
9 RTV 1879 Basel 13 305:371 8
10 Fortitudo Gossau 13 326:399 1

Sport

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Seit der EM 2004 haben sich die Schweizer Handballer nicht mehr sportlich für ein grosses Turnier qualifiziert. Damit sich dies ändert und unsere Nati international wieder ein Rolle spielt, müssen vermehrt Spieler den Schritt über die Landesgrenze hinaus wagen.

«Ich habe erst im Ausland gelernt, so richtig Handball zu spielen», sagt Andy Schmid (33). Was der Bundesliga-Söldner damit meint: «Hier gibt es keine Ablenkung. Ich fokussiere mich ganz auf den Sport, denke nur ans Training oder ans Spiel.»

Es werde mehr Wert auf Details gelegt, zudem sei die Leistungsdichte viel höher. «In der Schweiz trifft man auf Gegner, die vor dem Spiel noch gearbeitet haben. In Deutschland werde ich in jedem Spiel bis zum Maximum gefordert.»

Schmid rät der neuen Nati-Generation, den Schritt zu wagen. «Man muss seine Komfortzone verlassen, die Ausbildung zurückstellen.» Das Risiko sei in einem wirtschaftlich privilegierten Land wie der Schweiz gering. «Selbst wenn es sportlich nicht reichen sollte, fürs Leben kann man im Ausland nur gewinnen.»

Der Nati-Captain warnt allerdings auch: «Auf uns wartet niemand. Als Handballer mit Schweizer Pass muss man sich beweisen.» Selbst der dreifache Bundesliga-MVP wurde in seiner ersten Saison bei den Rhein-Neckar Löwen schon als Fehleinkauf abgestempelt.
«Das war eine beschissene Situation. Irgendwann gibts einen Knick in der Karriere. Dann zählt nur der Wille. Rückblickend war es wohl mein wichtigstes Jahr.»

Im Kreis der Nati gibt Andy Schmid solche Erfahrungen gerne an seine zehn oder mehr Jahre jüngeren Kollegen weiter. Einen Königsweg will er ihnen aber nicht aufzeigen. «Die sind mündig genug.»

Der internationale Erfolg hängt für Schmid sowieso von anderen Faktoren ab. «Qualität, Ehrgeiz und Wille setzen sich langfristig durch. Und die sind in der Nati vorhanden.»

Publiziert am 01.12.2016 | Aktualisiert am 01.12.2016
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