Tiger Woods war die tragische Figur am diesjährigen Ryder Cup. Seine Abschläge landeten in Wäldern und Seen. Jedoch nur selten im Ziel. Jetzt droht ihm neuer Ärger.
Die US-Amerikaner um Tiger Woods verloren nach 2010 erneut den Ryder Cup gegen starke Europäer. Woods war dabei nur ein Schatten seiner selbst aus den besten Tagen.
Sein Drive schoss einmal so weit links aus der Bahn, dass die Zuschauer in Deckung gingen. Im englischen Fernsehen ätzte Colin Montgomerie, europäischer Kapitän von 2010: «Das war einer der erbärmlichsten Abschläge, die ich jemals von einem Topspieler im Ryder Cup gesehen habe.»
Und so machte Woods nach zwei deutlichen Niederlagen zum Auftakt am Samstagvormittag eine ganz neue Erfahrung. Bei seiner siebten Ryder-Cup-Teilnahme war er erstmals nur Ersatzmann. Erst am Nachmittag durfte er mit Stricker wieder auf den Platz.
Im letzten bedeutungslosen Match gegen Francesco Molinari hätte Woods gewinnen können, zeigte aber Grösse. Er schenkte dem Gegner das Loch, womit Europa den Titel nicht mit einem Unentschieden, sondern einem echten Sieg von 14,5 zu 13,5 für sich entschied. «Mein letzter Putt war sinnlos, es war doch eh schon alles vorbei», sagte Woods.
Das sehen die Wettanbieter ganz anders. Englische Wettbüros berichteten, dass die Geste von Woods sie viel Geld gekostet habe. Ein Sprecher von «Ladbrokes» sagte: «Tiger hat sich unter den Buchmachern keine Freunde gemacht.» Den Verlust allein für seine Firma bezifferte er auf gut 800'000 Euro. (wid)
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