Millionenverluste Wettbüros sauer auf Tiger Woods

Tiger Woods war die tragische Figur am diesjährigen Ryder Cup. Seine Abschläge landeten in Wäldern und Seen. Jedoch nur selten im Ziel. Jetzt droht ihm neuer Ärger.

  • Publiziert: 02.10.2012

Die US-Amerikaner um Tiger Woods verloren nach 2010 erneut den Ryder Cup gegen starke Europäer. Woods war dabei nur ein Schatten seiner selbst aus den besten Tagen.

Sein Drive schoss einmal so weit links aus der Bahn, dass die Zuschauer in Deckung gingen. Im englischen Fernsehen ätzte Colin Montgomerie, europäischer Kapitän von 2010: «Das war einer der erbärmlichsten Abschläge, die ich jemals von einem Topspieler im Ryder Cup gesehen habe.»

Und so machte Woods nach zwei deutlichen Niederlagen zum Auftakt am Samstagvormittag eine ganz neue Erfahrung. Bei seiner siebten Ryder-Cup-Teilnahme war er erstmals nur Ersatzmann. Erst am Nachmittag durfte er mit Stricker wieder auf den Platz.

Im letzten bedeutungslosen Match gegen Francesco Molinari hätte Woods gewinnen können, zeigte aber Grösse. Er schenkte dem Gegner das Loch, womit Europa den Titel nicht mit einem Unentschieden, sondern einem echten Sieg von 14,5 zu 13,5 für sich entschied. «Mein letzter Putt war sinnlos, es war doch eh schon alles vorbei», sagte Woods.

Das sehen die Wettanbieter ganz anders. Englische Wettbüros berichteten, dass die Geste von Woods sie viel Geld gekostet habe. Ein Sprecher von «Ladbrokes» sagte: «Tiger hat sich unter den Buchmachern keine Freunde gemacht.» Den Verlust allein für seine Firma bezifferte er auf gut 800'000 Euro. (wid)

Beliebteste Kommentare

  • Peter  Montanari , Rayong
    Diese Pleite mag ich den Wettbüros von Herzen gönnen.
    • 02.10.2012
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  • Christian  Richter , via Facebook
    Anstatt sich über die faire Geste zu freuen, regen sich die Buchmacher auf. So geldgierige Leute.
    • 02.10.2012
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Alle Kommentare (4)

  • Anton  Albers , via Facebook
    Und wieviel hat Woods für diesen Fehlschlaf wohl bekommen?
    • 03.10.2012
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  • Antonio  Ceresa , via Facebook
    Die Schuld Tiger Woods zuzuschieben ist echt erbärmlich. 9 von 14 Matches haben am Finaltag die Europäer gewonnen und die Abschläge von Woods waren nicht schlechter als Abschläge von anderen. Wenn ich mich recht entsinne haben an Loch 13 und 17 nur Europäer de Ball ins Wasser geschossen, darüber redet dann wieder keiner. Die erbärmlichen Putt-Leistungen lass ich mal aussen vor, die waren hüben wie drüben erbärmlich, so viele 1 Meter Putts wie die allesamt vergeigt haben, sieht man normalerweise auf der kompletten PGA Tour nicht. Zum Wettbüro.. wer hat nach den ersten beiden Tagen denn wirklich noch mit einem Sieg der Europäer gerechnet? Wett-Technisch war es eh irrellevant, wer auf den Sieg Europas gewettet hat, hätte auch bei einem 14:14 Schlussstand gewonnen. Sportliche Fairness hat in einem Wettbüro ja eh nichts verloren. Die würden besser mal daran arbeiten ihre eigenen Spiele von Mannschaften die ihre Büros Sponsern, dass diese nicht mehr so offensichtlich gerne gegen Unterklassige Teams verlieren.
    • 02.10.2012
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  • Christian  Richter , via Facebook
    Anstatt sich über die faire Geste zu freuen, regen sich die Buchmacher auf. So geldgierige Leute.
    • 02.10.2012
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  • Peter  Montanari , Rayong
    Diese Pleite mag ich den Wettbüros von Herzen gönnen.
    • 02.10.2012
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