JOHNS CREEKS -
Die 93. US PGA Championship der Profigolfer endet mit dem sensationellen Sieg des 25-jährigen US-Amerikaners Keegan Bradley. Gleich bei seiner ersten Teilnahme an einem Majorturnier erringt er den Titel.
Bradley besiegte seinen 34-jährigen Landsmann Jason Dufner in einem Stechen über drei Löcher. Man muss in den Annalen 20 Jahre zurückblättern, um auf einen solchen Exploit eines Rookies zu stossen.
1991 gewann John Daly – ebenfalls mit 25 Jahren –
die Meisterschaft des amerikanischen Golfprofi-Verbandes bei seinem ersten Auftritt an einem der vier grossen Turniere. Vier Jahre später doppelte das Enfant terrible des Golfsports mit dem Triumph am British Open in St. Andrews nach.
Superstar Tiger Woods gewann sein erstes Majorturnier erst bei der siebten Teilnahme (US Masters 1997).
Ebenso sensationell wie Bradleys Sieg im
Atlanta Athletic Club in Johns Creek war die Art und Weise, wie er zustande kam. Bradley fing am viertletzten Loch der Schlussrunde mit viel Pech ein Triple-Bogey (3 über Par) ein und fiel dadurch fünf Schläge hinter Dufner zurück.
Die Entscheidung schien gefallen zu sein. Bradley gab aber trotz des herben Rückschlags nicht auf und wurde dafür belohnt:
Er schaffte an den schwierigen Löchern 16 und 17 je ein Birdie, während der bis dorthin fehlerlos spielende Dufner plötzlich drei Bogeys in Serie einfing und seinen stattlichen Vorsprung gänzlich einbüsste.
Keegan Bradley hat einen kometenhaften Aufstieg hinter sich. Er wechselte erst auf die Saison 2009 zu den Profis.
Letzte Saison schaffte er den Aufstieg vom zweithöchsten US-Circuit, der «Nationwide Tour», in die US PGA Tour. Im Mai errang er in Irving (Texas) seinen ersten Sieg.
Bradley erlöste mit seinem Triumph Amerikas Profis, die keines der letzten sechs Grand-Slam-Events gewonnen und damit ihre längste Durststrecke erlebt hatten. Der Däne Anders Hansen wurde als bester Europäer mit nur einem Schlag Rückstand Dritter. (rib/si) (SDA)