Beim Anschlag auf den Bus von Togos Fussball- Nationalteam sind zwei Menschen getötet worden. Bei den Opfern handle es sich um den Assistenztrainer und den Pressesprecher der Mannschaft.
Zwei Tage vor dem Start des Afrika-Cups in Angola ist die Nationalmannschaft von Togo im Grenzgebiet zwischen Kongo und Angola beschossen worden.
Ein Busfahrer wurde getötet. Der Vizepräsident des togolesischen Verbandes, Gabriel Ameyi, bestätigte, dass sechs Menschen verletzt wurden. Zu den Verwundeten zählten unter anderem die Spieler Obilale Kossi, Torhüter des französischen Amateurclub GSI Pontivy, und Verteidiger Serge Akakpo vom rumänischen Klub Vaslui.
Akakpos Verein teilte mit, der 22- Jährige sei von zwei Kugeln getroffen worden und habe viel Blut verloren. Er sei aber nicht in Lebensgefahr.
«Wir hatten gerade die Grenze überschritten, um uns herum waren Polizeibusse. Alles sah gut aus, als plötzlich das Feuer auf uns eröffnet wurde», berichtet Togos Stürmer Thomas Dossevi dem Sender Radio Monte Carlo.
«Wir wurden mit automatischen Waffen wie Hunde beschossen und haben uns 20 Minuten lang unter unseren Sitzen versteckt gehalten», so der Profi des FC Nantes weiter.
Das Grenzgebiet gilt wegen aufständischer Gruppen als besonders unsicher. Zu dem Anschlag bekannte sich unterdessen die Front für die Befreiung der Enklave Cabinda (FLEC). In der ölreichen Nordprovinz Cabinda kommt es seit der Unabhängigkeit Angolas 1975 immer wieder zu bewaffneten Konflikten. (Si/sau/keu)
Togo zieht sich zurück
Togo verzichtet auf einen Start beim Afrika Cup. In der ersten Partie wäre das Team am Montag auf Ghana getroffen. «Wir wollen nicht bei diesem Afrika-Cup spielen. Wir denken an unsere Teamkollegen», sagt Dossevi. «Von Kugeln getroffen zu werden, wenn man zum Fussball spielen kommt, ist widerlich.»
«Ich kann nur an eines denken, den Wettbewerb abzublasen und nach Hause zu fahren», meinte Alaixys Romao vom französischen Verein Grenoble Foot. Das Turnier soll aber stattfinden. (Si/keu)
Update 15:32
Vorherige Berichte, beim Rebellenangriff auf den Fahrzeugkonvoi in der angolanischen Exklave Cabinda sei ein Busfahrer getötet worden, seien falsch. Ein Mitglied des afrikanischen Kontinentalverbandes CAF erklärte, bei den Opfern handle es sich um den Assistenztrainer und den Pressesprecher der Mannschaft.
Zu den insgesamt sechs Verwundeten zählten unter anderem die Spieler Obilale Kossi, Torhüter des französischen Amateurclub GSI Pontivy, und Verteidiger Serge Akakpo vom rumänischen Klub Vaslui. Akakpos Verein teilte mit, der 22-Jährige sei von zwei Kugeln getroffen worden und habe viel Blut verloren. Er sei aber nicht in Lebensgefahr.
Der Bus mit Spielern und Funktionären des Schweizer WM-Vorrunden- Gegners von 2006 geriet kurz nach dem Passieren der Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Angola unter Maschinengewehrfeuer von Rebellen. Das Team war auf dem Weg zum Afrika-Cup in Angola. Das Turnier mit 16 Mannschaften beginnt am Sonntag. (Si)