Zürich feierte Barças 6:2 gegen Real

  • Publiziert: 03.05.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

Mit einem Tennis-Resultat fertigte Barcelona Real in Madrid ab. In der «Penya Barça Suissa», dem einzigartigen Fanklub in Zürich, feierten 300 Fans in ausgelassener Stimmung.

«Més que un club» lautet das Motto des FC Barcelona. Mehr als ein Klub ist auch die Penya Barçelonista Suiza. Das Fan-Lokal an der Friedaustrasse 17 in Zürich dient seit 1981 als Pilgerstätte für Barça-Fans in der Schweiz. Der Katalane Eduard Penalba führt die Penya nun schon fast 30 Jahre lang zusammen mit seiner Frau. Auch seine Töchter helfen mit.

Mehr als ein Klublokal

Wenn wie am Samstag Barcelona gegen den ewigen Rivalen Real Madrid spielt, ist im ersten Stock an der Friedaustrasse beim Albisriederplatz die Hölle los. Wer nicht 90 Minuten vor Spielbeginn vor Ort ist, muss sich mit einem Stehplatz begnügen oder im Séparé Platz nehmen. «Die Stimmung ist ja immer gut hier», strahlt Edu, wie Penalba von allen genannt wird, nach dem 6:2-Triumph gegen Real. «Aber das heute übertrifft alles.»

Zwei grosse Flachbildschirme, eine einladende Bar und warme Küche mit spanischen Spezialitäten sorgen dafür, dass die Fussball-Fans auf ihre Kosten kommen. Bei den Spielen gegen Real gibt es allerdings nur Sandwiches, weil der Klub so gerappelt voll ist (ca. 250 Gäste), dass die Kellnerinnen schon mit dem Getränkausschank überlastet sind. Wer einmal in der Penya war, kennt den urtypischen Geruch – ein Gemisch aus Rauch, Frittieröl und Schweiss -, der sich irreversibel in den Kleidern festsetzt.

Stimmung wie im Stadion

In Erinnerung bleibt aber vor allem die einzigartige Stimmung. Beim Einlaufen der Teams spielt Edu die Barça-Hymne ab, auch nach jedem Tor der Blauroten ertönt sie. Die Fans klatschen, singen mit und sorgen über 90 Minuten für eine Atmosphäre wie im Stadion. (Dominik Steinmann)

Schweizer gründete Barça

Die Schweiz und den FC Barcelona verbindet eine lange Geschichte. Der 1877 in Winterthur geborene Hans «Joan» Gamper war einer der Mitbegründer von Barça. Gamper führte auch die Vereinsfarben Blau und Rot ein, jedoch ist umstritten, ob er die Farbgebung von seinem Stammverein FC Excelsior Zürich (bei dem er selber spielte) übernahm oder von den Farben des FC Basel inspiriert worden ist.

Barças Torwut

Erstmals hat Barcelona im Bernabeu-Stadion in Madrid sechs Tore erzielen können. In der heimischen Meisterschaft kommen die Katalanen auf 100 Tore. Piqué erzielte mit dem 6:2 ausgerechnet gegen Real Madrid den 100. Treffer.
play Das Schweizer Kreuz im Barcelona-Wappen. (ds)

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