Domenech: «Ich habe nichts gesehen!»

  • Aktualisiert am 09.01.2012
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Die Welt nervt sich über Frankreich und das Hands-Tor gegen Irland. Doch Domenech und Co. geniessen ihre Qualifikation in vollen Zügen.

Irland weint. Tapfer gekämpft, lange in Paris mit 1:0 geführt und doch durch ein irreguläres Tor noch die Quali aus der Hand gegeben. Aus, vorbei – Irland verfolgt die WM 2010 vor dem TV. Es ist zum Haare raufen und bittere Tränen weinen, die Franzosen mogeln sich nach Südafrika.

Wer beim französischen Nationaltrainer Raymond Domenech danach auf Mitleid oder gar eine Entschuldigung hofft, kann lange warten. Frankreichs unbeliebtestem Nati-Trainer aller Zeiten ist es völlig egal, wie sein Team das WM-Ticket gelöst hat. Arrogant weicht er der Handsfrage aus: «Ich habe nichts gesehen. Für mich zählen jetzt ohnehin nur die Emotionen. Lassen Sie mich die Qualifikation geniessen.»

Wie kann man solch eine Qualifikation überhaupt geniessen? Domenech zeigt wies geht: Gut gelaunt macht er Smalltalk mit Staatspräsident Nicolas Sarkozy und verweigert den Journalisten Red und Antwort. Eine Frechheit! Dabei hat sein Team die schlechteste Leistung einer Tricolore seit Ewigkeiten abgeliefert und sich nur durch diesen unglaublichen Fehlentscheid qualifiziert.

Auch der Präsident des französischen Fussballverbands, Jean-Pierre Escalettes, versucht den Ball flach zu halten: «Wir hatten während anderen Qualispielen auch viele Schiedsrichter-Entscheide gegen uns.» Auch er wolle lieber diese unglaublich schönen Momente geniessen. Über Henrys Hands will niemand reden. Und über ein allfälliges Wiederholungsspiel schon gar nicht. (sau)

Domenech hat nichts gesehen.- Keystone

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