Die Schweiz trifft an der WM auf Spanien, Chile und Honduras. Auf diese Stars müssen Hitzfelds Jungs besonders aufpassen.
Ausgerechnet Spanien! Das derzeit stärkste Team der Welt (Fifa-Rang: 1). Für uns ist der Europameister ein rotes Tuch. Noch nie konnte die Schweiz gegen Spanien gewinnen.Seit dem EM-Titel sind die Spanier vielleicht noch stärker geworden: In zehn Qualifikationsspielen gab es zehn Siege. Trainer Vicente del Bosque hat das atemberaubende Kurzpasspiel (Tiki-Taka) perfektioniert.Das Mittelfeld ist mit Andrés Iniesta, Xavi und Xabi Alonso überragend besetzt. Ausnahmekönner Cesc Fabregas ist derzeit nur zweite Wahl. Das sagt alles! Vorne sorgen Liverpool-Star Fernando Torres und EM-Torschützenkönig David Villa für die
Musik.Schwächen der Spanier? Fehlanzeige!Im Tor steht mit Iker Casillas einer der besten Schlussmänner der Welt. Carles Puyol, Gerad Piqué und Sergio Ramos verteidigen für
Barcelona und Real
Madrid. Auch sie sind Weltstars. Für Spaniens Fachblatt Marca ist klar: «Das ist eine leichte Gruppe.»Diego Maradona sagte nach dem kürzlich verlorenen Testpiel seiner Argentinier in Madrid: «Spanien ist sehr, sehr stark. Das einzige, was gegen sie spricht, ist, dass nur selten der Topfavorit den Titel holt.»«El loco»: Coach Bielsa ist Star der ChilenenRealistischerweise muss die Schweiz Platz 2 anpeilen. Den wollen auch die Chilenen. Sie haben sich hinter Brasilien, aber vor Argentinien für die WM qualifiziert. Baumeister des chilenischen Erfolges ist Marcelo Bielsa. «El loco», den Verrückten, nennen sie den Argentinier. Nach der WM-Qualifikation wurde ein Platz nach ihm benannt. Es gab sogar Stimmen, die ihn als Staatspräsidenten vorschlugen.Bielsa hat aus den begabten Chilenen eine homogene, taktisch bestens geschulte Truppe geformt. Stars der Mannschaft sind Arturo Vidal vom Bundesligisten Bayer Leverkusen und «Wunderkind» Alexis Sanchez. Gemeinsam hatten sie bei der U-20-WM 2007 den dritten Platz geholt. Mit Humberto Andrés Suazo (10 Tore) stellten die Chilenen den besten Torschützen der südamerikanischen WM-Quali.Honduras-Coach: «Wir sind nicht chancenlos»Die grossen Unbekannten sind die Honduraner. Nur 1982 konnten sie sich für die WM qualifizieren. Stars des Teams sind David Suazo (30), der beim italienischen Meister Inter Mailand sein Geld verdient, und Edgar Álvarez von Bari.Trainer Reynaldo Rueda: «Das ist eine attraktive Gruppe. Wir sind Aussenseiter, aber nicht chancenlos.»