«Zehn Löwen und ein dummer Junge»

  • Aktualisiert am 02.01.2012

LONDON – England geht nach dem bitteren WM-Out gegen Portugal mit Rot-Sünder Wayne Rooney hart ins Gericht. Aus dem Hoffnungsträger ist ein Buhmann geworden.

61 Minuten waren gespielt, als Schiedsrichter Elizondo Rooney nach dessen Tritt in die Weichteile von Ricardo Carvalho vom Platz schickte. Wieder kostete eine Unbeherrschtheit das Mutterland des Fussballs seinen WM-Traum.

Am Sonntag kannte die Presse auf der Insel mit dem ManU-Stürmer ebenso wenig Gnade wie 1998 mit David Beckham (Rot im Viertelfinal gegen Argentinien). «Zehn Löwen und ein dummer Junge», titelte der Sunday Express.

Wenigstens der scheidende englische Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson nahm den 20-jährigen Rooney in Schutz. «Macht ihn nicht kaputt. Er ist der goldene Junge des englischen Fussballs. Ich bin wirklich nicht sauer auf ihn», erklärte der Schwede.

David Beckham gibt Captain-Binde ab

David Beckham ist nicht mehr Captain der englischen Nationalmannschaft. Der 31-Jährige von Real Madrid erklärte am Sonntag im englischen Trainingscamp in Bühlertal seinen Rücktritt.

«Die Entscheidung ist mir schwer gefallen. Ich will aber unbedingt unter dem neuen Trainer und dem neuen Kapitän meinen Teil dazu beitragen, dass es mit Englands Fussball vorwärts geht», sagte Beckham, der im WM-Viertelfinale am Samstag gegen Portugal sein 94. Länderspiel bestritt.

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