Materazzi trabte bei der Fifa an

  • Aktualisiert am 03.01.2012

ZÜRICH – Marco Materazzi erschien vor dem Disziplinarausschuss der Fifa und schilderte seine Sicht der Dinge zum Platzverweis. Eine Bestrafung Materazzis könnte einen schwierigen Präzedenzfall schaffen.

Materazzi hat zugegeben, Zidane vor dessen Kopfstoss beleidigt zu haben. Zidane warf ihm vor, sich abfällig über seine Mutter und seine Schwester geäussert zu haben, was die Fifa zu Ermittlungen auch gegen Materazzi veranlasst hat.

Materazzis Agent Claudio Vigorelli sagte, dass sich die Fifa nur auf Zidanes Verhalten konzentrieren sollte. Jede Bestrafung Materazzis könnte einen schwierigen Präzedenzfall schaffen. «Wenn sie gegen einen Spieler vorgehen für das, was er auf dem Platz gesagt hat, werden sie in Zukunft viel zu tun haben», sagte Vigorelli.

Er verglich den Fall mit der Spuck-Attacke von Francesco Totti gegen den dänischen Spieler Christian Poulsen bei der Europameisterschaft 2004: «Totti wurde für vier Spiele gesperrt, was dann auf drei reduziert wurde, aber Poulsen ist nichts passiert.»

«Es werden keine Details des Treffens zwischen Offiziellen der FIFA und Herrn Materazzi bekannt gegeben», teilte FIFA-Sprecher Nicolas Maingot mit. Der Weltverband wolle zunächst die Umstände des Vorfalls genau klären.

Dazu sei Materazzi vernommen worden. Zidane muss bis zum 18. Juli eine Stellungnahme bei der FIFA einreichen. Beide Spieler sollen darüber hinaus am 20. Juli gemeinsam vor der Disziplinarkommission aussagen.

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