Erstmals wieder im Ausland Blatter auf dem Weg zu Freund Putin

Erstmals seit dem Fifa-Skandal verlässt Präsident Sepp Blatter wieder die Schweiz – Ziel ist Russland.

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WM Qualifikation, UEFA Gruppe B

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Schweiz 4 9:3 12
2 Portugal 4 16:3 9
3 Ungarn 4 8:3 7
4 Färöer 4 2:8 4
5 Lettland 4 2:8 3
6 Andorra 4 1:13 0
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Im prunkvollen Konstantin-Palast in St.Petersburg steigt am Samstagabend die erste grosse Show im Hinblick auf die Fussball-WM 2018 in Russland.

Für die Auslosung der WM-Qualigruppen wird Fifa-Boss Sepp Blatter (79) erstmals nach den Wirren mit der Verhaftung von sieben Fifa-Funktionären im Mai wieder auf eine Dienstreise ins Ausland gehen – und dort auf seinen guten Freund, den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen. Beide sollen im Rahmen der Show eine kurze Rede halten. 

Sowohl Putin wie Blatter sind die letzten Wochen und Monate immer wieder stark kritisiert worden. Putin wegen des Ukraine-Konflikts, Blatter wegen der Fifa-Krise.

Während der Walliser die Reise zur Frauen-WM in Kanada oder die Teilnahme am IOC-Kongress in Malaysia Ende Juli abgesagt hat, stand die Anwesenheit in Russland nie zur Debatte.

Die WM ist ein Millionen Dollar schweres Prestigeobjekt für beide. Putin gehörte zu den wenigen Persönlichkeiten, die die Fifa-Verhaftungen kritisierte. Es sei kein Zufall, dass dies nur wenige Stunden vor der Präsidentenwahl geschehe, liess sich der Russe zitieren.

Hulk kurzfristig ausgeladen

Die Losfeen bei der Auslosung sind übrigens Oliver Bierhoff, Ronaldo, Diego Forlan, Fabio Cannavaro, Samuel Eto'o, Rinat Dassajew, Madjer, Predrag Rajkovic und Alexander Kerschakow.

Nicht mehr dabei ist Brasiliens Hulk. Er wird am Freitag kurzfristig durch den Russen Alexey Smertin ersetzt.

Offiziell erklärt die Fifa den Wechsel mit Hulks «Verpflichtungen» bei seinem Verein Zenit St. Petersburg, der am Sonntag in Jekaterinburg spielt. Allerdings: Hulk kritisierte erst am Montag die russische Liga wegen eines weiteren Rassismus-Skandals... (rib)

Publiziert am 24.07.2015 | Aktualisiert am 24.07.2015

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6 Kommentare
  • rolf  sulzer 24.07.2015
    in Russland, mit korrupten Freunden, kann ihm nichts passieren, wo anders muss er sich warm anziehen.
  • Fred  Handelsmann aus Singen Hohentwiel
    24.07.2015
    In Russland muss sich Herr Blatter wenigstens nicht fürchten, dass er bei der Einreise abgeführt wird. Im Gegenteil: er findet einen Freund und Verbündeten, der das gleiche Wertegefüge wie die FIFA umsetzt. Und an gegenseitigem Lob wird es auch nicht mangeln. Die eine Hand wäscht eben die andere.
  • Hans  Scheidegger 24.07.2015
    Sepp Blatter hat ja festgestellt, dass er sich nach seiner aktiven Fifa-Zeit, endlich seinen beiden Hobbies der Politik und der Geographie, zuwenden werde. Ich meine aber, dass dies doch schon täglich seine Hauptaufgabe während seiner gesamten präsidialen Amtszeit war! Dazu gehört natürlich auch u.a. diese Reise zu Putin.
  • Concolor  Shalako 24.07.2015
    Es gibt einen namhaften Filmschauspieler von Frankreich.
    Auch ER, ist Freund von Putin, und ist heute gar Russe.
    Blatter könnte das gleiche beantragen....würde passen.
  • Hans  Kulio 24.07.2015
    Tja, Russland ist halt kein Ami-Nachläufer und liefert Blatter bestimmt nicht aus! Und das ist auch gut so!
    • Fred  Handelsmann aus Singen Hohentwiel
      24.07.2015
      Klar, er ist im Kreise guter Verbündeter: Depardieu und Stroauss-Khan, beide keine unbeschriebenen Blätter und in der Opferrolle. Beide von Putin demonstrativ "aufgenommen". Das Dinner Putin und Josef Blatter würde nicht überraschen.