Wird Rodriguez der neue Abwehr-Boss? «Innenverteidiger reizt mich sehr!»

Bisher war Ricardo Rodriguez der Mann für die linke Seite. Seit dem Trainerwechsel beim VfL spielt er im Zentrum. Was bedeutet das für die Nati?

SC Freiburg v VfL Wolfsburg - Bundesliga play
Ohne Angst: Rodriguez spielte schon früher als Innenverteidiger – und macht das auch jetzt extrem souverän. Michael Kienzler

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Seit fünf Jahren ist Ricardo Rodriguez in der Nati hinten links eine sichere Bank. 44 Länderspiele absolvierte der 24-jährige Linksfuss seither. Und eigentlich gibt es keinen Grund, dass sich dies in Zukunft ändert. Eigentlich. Wäre da nicht Valérien Ismaël (41). Rodriguez’ neuer Trainer beim VfL Wolfsburg hat den Schweizer sofort in die Abwehrmitte beordert. Der ehemalige Innenverteidiger von Bremen und Bayern sagt: «Für mich ist Rodriguez ein Innenverteidiger!»

Und was sagt Rodriguez dazu? Unser Nati-Star über seinen neuen Trainer: «Er ist ein toller Typ, korrekt und ehrlich.» Und über seine neue Position: «Diese Aufgabe reizt mich sehr. Es ist etwas Neues, und ich kann sehr viel profitieren.» Auch wenn er sich in der Mitte weniger in die Angriffe einschalten könne, habe er viel mehr Ballbesitz. Und das ist, was ihm so gefällt. «Ich habe viel mehr den Ball am Fuss. Ich habe mehr Einfluss, das ganze Spiel vor mir und kann das Spiel auslösen.»

Am Samstag klappts perfekt: In Freiburg steht hinten die Null, und Rodriguez gelingt beim 3:0 ein Tor (Penalty) und ein Assist. In der Abwehrmitte sei er mehr gefordert, so Rodriguez. «Ich muss über 90 Minuten total konzentriert sein. Ich muss nach hinten schauen, nach vorne, nach rechts und nach links. Und ich muss mehr reden.»

So ganz neu ist der Posten für ihn nicht. Schon bei den U15-Junioren verteidigte er im Zentrum.

Elvedi und Djourou patzen

Würde Rodriguez auch in der Nati gerne in der Mitte ran? Rodriguez cool: «Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt.»

Vladimir Petkovic dürfte ihn jedoch am Sonntag gegen die Färöer wie gewohnt hinten links bringen. Da Rodriguez erst drei Spiele als ­Innenverteidiger in den Beinen hat und der Nati-Trainer genau weiss, was er an ihm als Aussenverteidiger hat.

Auch wenn unsere anderen Innenverteidiger in ihren Klubs gerade keine – oder eine eher unglückliche – Rolle spielen: Fabian Schär sitzt bei Hoffenheim nur auf der Tribüne. Und: Gladbach-Youngster Nico Elvedi zieht beim 0:3 gegen Hertha einen ebenso schwarzen Tag ein wie HSV-Verteidiger Johan Djourou beim 2:5 gegen Dortmund. Einzig Nati-Neuling Léo Lacroix konnte am Wochenende mit Saint-Etienne überzeugen.

Publiziert am 07.11.2016 | Aktualisiert am 09.11.2016

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5 Kommentare
  • Paul  Neidhart aus Zürich
    08.11.2016
    hauptsache er wacht endlich wieder auf. Rodriguez hat stagniert und wirkte lustlos
  • Aleksandar  Jasar aus Aarau
    08.11.2016
    Auf links hätte er einer der besten werden können, als IV ist eine Umschulung mit 24 eigentlich zu alt. Macht er halt Karriere als IV bei einem Club der Grösse VFL anstatt Barca, Real oder Bayern.
    • Sepp  Huber aus Horgen
      08.11.2016
      Ich staune schon fast täglich, wie sich hier Fussballexperten zu Themen äussern. Ich denke der Vereinstrainer wird sich seine Gedanken machen und der Nati-Trainer sicher auch....
    • Joka  Sami 08.11.2016
      In etwa sowie Sergio Ramos zu alt war? Um von der rechten Seite in die Innenverteidigung zu wechseln?
  • Mike  Müller aus Zürich
    08.11.2016
    Hinsichtlich Spielaufbau wäre RR im Zentrum schon optimaler aufgehoben, nicht zuletzt auch wegen seiner nur durchschnittlichen Schnelligkeit. Allerdings ist er als IV eher klein, und seine Sprungkraft und Kopfballstärke ist auch nicht gerade überragend. Ich würde ihn deshalb mal als 6-er testen, zusammen mit Xhaka.......