Will der Trainer ihn erziehen? Das Shaqiri-Rätsel

Xherdan Shaqiri sass in den letzten 4 Spielen dreimal 90 Minuten auf der Bank. Was ist los?

  play
Ersatzmann: Zuletzt setzte Stoke-Manager Mark Hughes nicht mehr auf den Zauberzwerg. Grund: eine Systemänderung. Reuters

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Constantin erinnert sich an Ägypten-Legende El-Hadary «Er köpfte ein Kamel!»
2 Aufgepasst, Xhaka! Dieser Mann ist härter als Granit
3 Nizza und Toulouse wollen ihn Das sagt YB-Ravet zu den Wechselgerüchten

Fussball

Raiffeisen Super League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 18 49:15 47
2 YB 18 42:24 35
3 Sion 18 38:31 29
4 Luzern 18 36:33 29
5 GC 18 26:32 22
6 St. Gallen 18 20:27 21
7 Lausanne 18 30:34 18
8 Lugano 18 23:35 18
9 Thun 18 23:34 16
10 Vaduz 18 21:43 16

Soll Xherdan Shaqiri weg aus Stoke?

Abstimmen
teilen
teilen
1 shares
38 Kommentare
Fehler
Melden

Die schwarze Serie beginnt für Xherdan Shaqiri (25) am 14. Dezember. Stoke spielt gegen Southampton (0:0), und nach 23 Minuten fliegt Marko Arnautovic mit Rot vom Platz. Trainer Mark Hughes nimmt Shaqiri aus taktischen Gründen nach 57 Minuten vom Platz.

«Dann hat Shaqiri mit der Faust wütend gegen den Sitz geschlagen», sagt Pete Smith, Lokal-Reporter vom «Stoke Sentinel». «Das hat seine Situation schlechter gemacht.»

Shaqiris Bilanz seither: In vier Spielen sitzt er dreimal über 90 Minuten auf der Bank, auch am Dienstag beim 2:0 über Watford. Die Fragen: Will ihn Trainer Mark Hughes erziehen? Oder will er ihn gar los werden und verkaufen?

Im Shaqiri-Lager bleibt man ruhig. Die Argumentation ist einfach: Von 15 Spielen der Vorrunde (fünfmal fehlte er verletzt) stand der Nati-Star 12-mal in der Start­aufstellung. Machte drei Tore – so viele wie in der gesamten letzten Saison. «Shaqiri hat eine tolle erste Hälfte der Vorrunde gemacht», sagt Smith. «Aber zuletzt hat Trainer Hughes sein System geändert.»

Ein Verkauf scheint unwahrscheinlich

Der Reporter, der jede einzelne Stoke-Partie vor Ort im Stadion sieht, erklärt: «Hughes spielt nun ein 3-4-2-1-System oder ein 3-4-1-2 ohne Flügel – und hat nun Shaqiri, Marko Arnautovic, Bojan, Joe Allen und Ibrahim Afellay, die um einen oder zwei Plätze kämpfen.»

Dass der bald 36-jährige Peter Crouch, vorher monatelang abgeschrieben, plötzlich in zwei Spielen zwei Tore schiesst, verschärft die Kon­kurrenz-Situation in der Offensive zusätzlich.

play
mscott

Steht Shaqiri eineinhalb Jahre nach dem 18-Millionen-Franken-Wechsel von Inter Mailand wieder vor einem Transfer? Es ist eher unwahrscheinlich. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass Stoke ihn verkauft», sagt Reporter Smith. «Und Shaqiri machte auch nach dem Watford-Spiel einen gut gelaunten Eindruck. Er wünschte uns Reportern ein frohes neues Jahr – und verliess das Stadion mit einem Lächeln im Gesicht.»

Publiziert am 05.01.2017 | Aktualisiert am 05.01.2017

Neueste Videos

38 Kommentare
  • Klaus  Berger 06.01.2017
    Nein, sie irren sich nicht. Wer selbst Fussball spielt, weis wie viel Druck auf diesen Spielern lastet. 50000 schauen dir auf die Füsse und wehe du machst was falsch, dann wirst du gnadenlos ausgepfiffen und verlierst dein Selbstvertrauen. Dann lauern andere auf der Bank, welche ihre Chance nutzen. Ein guter Fussballspeler ist auch mental sehr stark, aber das wissen die meisten Blick-Kommentatoren leider nicht. Shaqiri ist zudem verletzungsanfällig und nicht sehr torgefährlich, jedoch hat er
  • Achatius Deodatus Isidor  von und zu Schwerthelm aus Basel
    05.01.2017
    Wenn er wechselt, dann zum FC Beee. Das wäre selbst von Stoke City aus ein Abstieg ins Niemandsland!
  • Toni  Lötscher 05.01.2017
    Ja der immer überbewertete Shaqiri hat sogar Mühe beim mittelmässigen Stoke einen Stammplatz zu ergattern.
  • P  Kern aus Zürich
    05.01.2017
    Vielleicht ist Herr Shaqiri einfach nicht gut genug für die Premier League. Genauso wie andere CH Spieler ( zum Beispiel Xhaka, Behrami und wie sie alle heissen )...
  • Paul  Meier aus Bergdietikon
    05.01.2017
    Schade, dass er aus seinem Talent nicht mehr macht.... Primadonnas hat es genug im Fussball. Da oder dort eine Kostprobe des Könnens abzugeben reicht in der zweiten Liga, aber nicht im Spitzenfussball.