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BLICK: Sind Sie bereit, den Job als Team-Manager zu übernehmen?
Jörg Stiel: «Das wäre eine reizvolle Auf-gabe. Entscheidend ist, dass unsere Nati wieder als Einheit auftritt. Ich könnte ein Mosaikstein sein, damit das gelingt.»
Wie kann das gelingen?
«Alles hängt davon ab, was der Verband will.»
Wurden Sie kontaktiert?
«Nein.»
Wie würden Sie die Funktion eines Team-Managers überhaupt definieren?
«Entscheidend ist, dass sich Köbi Kuhn wieder auf die wesentlichen Dinge konzentrieren kann. Ein Team-Manager muss dem Trainer bei Auftritten vor Sponsoren und Medien den Rücken freihalten. Der Trainer muss seine ganze Energie einzig für die Mannschaft einsetzen können.»
Es ist kein Geheimnis, dass Sie sich mit Köbi Kuhn glänzend verstehen.
«Ich würde über einen solchen Job erst gar nicht nachdenken, wenn das nicht so wäre. Köbi ist ein Sinnbild für Menschlichkeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Trainern weiss Köbi, dass es nicht nur um die Form eines Spielers, sondern vor allem um seine psychische Verfassung geht. Keiner muss sich bei Köbi verändern. Jeder darf seine Persönlichkeit behalten.»
Wie beurteilen Sie den Zustand der Nati?
«Schwierig zu sagen. Ich müsste mich zuerst in die Gruppe hineinfühlen. Sicher ist, dass wir jetzt eine grosse Chance haben, wieder in die Gänge zu kommen.»
Um den Puls zu fühlen, müssten Sie schon am Montag mit der Nati in die USA fliegen.
«Der Zeitfaktor ist nicht entscheidend. Ein Schnellschuss wäre auch nicht gut. Köbi wird sich in Ruhe seine Gedanken machen und alles reifen lassen. Wenn Köbi zur Überzeugung gelangt, dass er mich braucht, bin ich sofort bereit.»
Zurzeit haben Sie einige Mandate laufen. Sie sind Goalie-Trainer bei Altach, engagiert bei der Migros, bei Reusch, dem SFV und beim Fernsehen. Wären Sie überhaupt verfügbar?
«Wenn ich etwas will, unternehme ich alles, damit es auch machbar wird. Mit Köbi zu arbeiten, wäre für mich sehr interessant. Menschlich und fachlich sind wir auf einer Ebene.»
Mitentscheidend wird sein, was der Nati-Delegierte Ernst Lämmli von einem Team-Manager hält.
«Das ist richtig. Ich mag Ernst. Wir sind uns immer mit Respekt begegnet. Auch mit Ernst würde es kein Problem geben.»