«Was Niersbach sagt, stimmt nicht»: War die WM 2006 gekauft, Herr Blatter?

Der Skandal um die mutmasslich gekaufte WM 2006. Jetzt spricht Ex-Fifa-Boss Sepp Blatter: «Die Deutschen sollen das unter sich regeln.»

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4 GC 36 65:56 53
5 Sion 36 52:49 50
6 Thun 36 45:54 41
7 St. Gallen 36 41:66 38
8 Vaduz 36 44:60 36
9 Lugano 36 46:75 35
10 Zürich 36 48:71 34
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Es ist im Jahr 2012, als Sepp Blatter in Deutschland einen Sturm der Entrüstung auslöst. Im SonntagsBlick-Interview sagt er: «Gekaufte WM … Da erinnere ich mich an die WM-Vergabe für 2006, wo im letzten Moment jemand den Raum verliess. Und man so statt 12 zu 12 bei der Abstimmung ein 12 zu 11 für Deutschland hatte.»

War die WM 2006 gekauft? Die Kanzlei Freshfields untersuchte dies vier Monate lang, sichtete 128 000 elektronische Dokumente und 740 Akten­order. Am Freitag präsentierte sie ihre Erkenntnisse in einem 361 Seiten starken Bericht.

Das Ergebnis: Ein Stimmenkauf kann weder ausgeschlossen noch bewiesen werden. Rätselhaft bleibt vor allem ein verschleierter Geldfluss von 10 Millionen Franken, der beim lebenslang gesperrten Ex-Fifa-Funktionär Mohamed Bin Hammam landete. Wurden damit Stimmen gekauft?

BLICK traf gestern in Zürich den Ex-Fifa-Präsidenten. Sepp Blatter (wird morgen 80) glaubt nicht an eine gekaufte WM: «Eine Weltmeisterschaft wird nicht gekauft. Eine WM-Vergabe wird beeinflusst vom politischen Druck, der ausgeübt wird.»

Und überhaupt: Der Skandal um die WM 2006 sei ein «deutsch-deutsches Problem». Blatter: «Der Deutsche Fussball-Bund nennt sich den grössten Sportverband der Welt. Deshalb sollte er imstande sein, diese Probleme selber zu lösen. Die gescheiten Leute dazu hat er ja. Ich bin überzeugt: Passiert so etwas dem Schweize­rischen Fussball­verband, wäre das Problem schon längst gelöst.»

Wolfgang Niersbach hatte versucht, Blatter den Schwarzen Peter zuzuschieben. Dieser habe in einem Vier-Augen-­Gespräch mit Franz Beckenbauer im Jahr 2002 eine Zahlung von 10 Mil­lionen Franken verlangt, damit Deutschland die WM bekomme, behauptete Niersbach. Der 65-Jährige war Vize­präsident des WM-Organisationskomitees und bis zu seinem erzwungenen Rücktritt im November 2015 DFB-Präsident. Davor war der frühere Pressechef Generalsekretär.

Blatter: «Wir haben als Kinder immer ‹Schwarzer Peter› gespielt. Wahrscheinlich hat es Niersbach als Junge nicht beherrscht. Er kann ja sagen, was er will. Aber es stimmt nichts davon. Ich habe keinen Kuhhandel mit irgendjemandem gemacht. Ich kann mich auch nicht an ein entsprechendes Gespräch mit Beckenbauer erinnern. Der Vorwurf, man müsse der Fifa eine Vorzahlung machen, um eine WM zu bekommen, der ist abstrus. Und: Beckenbauer sagt ja sowieso, er weiss nicht mehr alles, was passiert ist ...»

Publiziert am 09.03.2016 | Aktualisiert am 24.03.2016
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18 Kommentare
  • Miro  Züblin , via Facebook 09.03.2016
    Egal ob gekauft oder nicht.
  • Markus  Baumann 09.03.2016
    Die WM wurde bereits im Jahr 2000 an Deutschland vergeben. Das weiss auch der Niersbach und darum hat er ganz bestimmt NICHT gesagt, dass Blatter im Jahr 2002 Geld forderte, damit die WM an DE vergeben werde. Auch die verdächtigen Geldflüsse zu Bin Hamam fanden 2002 statt - als Deutschland die WM schon längst sicher hatte. Der Zweck dieser Zahlungen ist daher ziemlich dubios. Der obige Artikel bringt aber mehr durcheinander als er klärt.
  • Bea  Gräub aus Aargau
    09.03.2016
    Wer einmal lügt dem glaubt man nicht auch wenn Er mal die Wahrheit spricht.....
  • Rudolf  Sutter , via Facebook 09.03.2016
    Das Blatter Märchen ist vorbei es war einmal ein Geissenbub der hiess Sepp, aber der machte seine Arbeit mit Solz wo sich der Walliser Sepp inklusive Familie nicht gerade mit Rhum beklekert haben, am besten man vergisst diesen unrhümlichen Blatter Clan

  • Thomas  Melone , via Facebook 09.03.2016
    E WM CHA ME NI CHÖIFFE!