Vor dem U17-Halbfinal Vonlanthen erklärt Gegner Kolumbien

  • Publiziert: 12.11.2009, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Von Michael Wegmann

Johan Vonlanthen ist in den letzten Tagen eine gefragte Person. Sein Handy klingelt und klingelt.

Meist sind es Journalisten aus Kolumbien, die Informationen über die Schweizer U17 wollen. Den Halbfinal-Gegner an der WM in Nigeria. «Die Begeisterung in Kolumbien über den Halbfinal-Einzug ist riesig. Die Kolumbianer drehen fast durch», sagt Vonlanthen. Grund: Kolumbiens A-Nati verpatzte die WM-Quali, und wurde dafür hart angegangen. Jetzt soll die U17 den Karren aus dem Dreck ziehen und Weltmeister werden. «Der Druck auf die Jungen ist immens», weiss Vonlanthen.

Vonlanthen ist schweizerisch-kolumbianischer Doppelbürger. Bis zwölf lebte der Schweizer Nati-Spieler in Santa Marta, einer Hafenstadt in Kolumbien. Und wem drückt er am Donnerstag die Daumen? Vonlanthen: «Keinem. Ich liebe beide Länder, und hoffe deshalb einfach auf ein geiles Spiel. Der Bessere soll gewinnen.»

Und wer ist der Bessere? Vonlanthen: «Das kann ich nicht sagen. Beide Mannschaften haben eine starke Offensive und ein stabiles Mittelfeld. In der Defensive haben jedoch beide manchmal Probleme mit der Organisation.» Der FCZ-Star, der sich die WM-Spiele am TV ansieht, glaubt deshalb an ein torreiches Spiel. «Beide Teams haben bisher überrascht und ganz stark aufgespielt. Es wird spannend.»

play «Der Bessere soll gewinnen.» Johan Vonlanthen. (RDB)

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