Von wegen reiche Fussballer! Die meisten Profis kicken für 1000 Franken

Die Fussballergewerkschaft FIFPro hat erstmals weltweit die Arbeitsbedingungen der Profis untersucht. Das Ergebnis: Reich wird auch in der Schweiz kaum ein Fussballer.

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Fussball

Raiffeisen Super League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 17 48:15 44
2 YB 17 39:22 32
3 Luzern 17 35:30 29
4 Sion 17 35:30 26
5 GC 17 26:32 21
6 St. Gallen 17 20:26 21
7 Lausanne 17 29:33 17
8 Lugano 17 23:35 17
9 Thun 17 21:31 16
10 Vaduz 17 20:42 15
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Es sind Zahlen, die hinter die Glitzerfassade des grossen Fussballs von Ronaldo, Messi und Konsorten blicken lassen! Zahlen, welche die Fussballergewerkschaft FIFPro liefert, nachdem sie erstmals die Arbeitsbedingungen von Spielern auf der ganzen Welt untersucht hat.

Das Fazit: Die meisten Profis kicken für höchstens 1000 Franken pro Monat. Weltweit sind es 45 Prozent, die für weniger als 1000 Franken angestellt sind. Natürlich ist die Kaufkraft damit in Afrika oder Südamerika deutlich stärker als in Europa. Trotzdem stellt die Gewerkschaft fest, dass viele Profis aus diesem Salär-Segment stets knapp bei Kasse sind und nach der Karriere vor dem Nichts stehen.

Hingegen sind es nur 2 Prozent, die monatlich über 60000 Franken einstreichen. Doch diese Superstars mit den Millionengagen sind es, die das Image der schwerreichen Kicker prägen.

Schweizer kriegen zwischen 4000 und 8000 Franken

Auch in der Schweiz kicken Spieler für wenig Geld. 6,3 Prozent der 143 befragten Kicker verdienen unter 1000 Franken pro Monat. 14,7 % unserer Profis verdienen zwischen 2000 und 4000 Franken. Die Mehrheit teilt sich auf die 31,5 % mit Löhnen zwischen 4000 und 8000 Franken und den 28 % in der Lohnklasse zwischen 8000 und 15000 Franken auf. Nur 0,7 % kriegen über 100´000 pro Monat!

Weitere bedenkliche Zahlen aus der Schweiz: Immerhin 5 Prozent wurden für Wettbetrugsversuche angesprochen. Und sogar 40 Prozent der befragten Profis aus der Schweiz gaben an, schon gegen ihren Willen transferiert worden zu sein.

Weltweit werden 22 % vom Profi-Training ausgeschlossen, um auf den Spieler Druck auszuüben und einen Abgang zu forcieren. Dazu publiziert die FIFPro ein anonymes Zitat eines Schweizer Stürmers: «Warum werde ich vom Training der ersten Mannschaft ausgeschlossen? Meine Frau ist Krankenpflegerin. Wenn ihr Arbeitgeber sie nicht mehr will, wird sie nicht auf einen leeren Flur ohne Patienten abgeschoben.»

Weitere Zahlen aus der weltweiten Untersuchung: 41 Prozent haben schon erlebt, dass ihre Gage verspätet ausbezahlt wurde. Und die durchschnittliche Vertragsdauer beträgt 22,6 Monate.

Publiziert am 29.11.2016 | Aktualisiert am 29.11.2016

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25 Kommentare
  • Danilo  Lindake aus NEERACH
    30.11.2016
    Es wird keiner gezwungen Fussballer oder Sänger zu werden. Viele haben das Gefühl in ihnen schlummert ein Star oder sie wollen einfach das Hobby zum Beruf machen. Das Risiko geht jeder selbst ein. Und da gibt es noch jene die einfach keine Lust auf richtige Arbeit haben oder wegen ungenügender Leistungen nicht zu gebrauchen sind.
  • Mario  Sager aus Emmenbrücke
    29.11.2016
    Saläre im Schweizer Fussball in der Schweiz sind:
    Löhne der Normalverdiner (ohne Top- und schlechte Verdiener)

    Super League CHF 100000 - CHF 350000 Jahr
    Challenge League CHF 30000 - 180000 Jahr
    Promotion League CHF 7000 - CHF 50000 Jahr
    1. Liga CHF 4000 - CHF 25000 Jahr
    2. Liga Inter CHF 2000 - CHF 15000 Jahr
    2. Liga CHF 0 - CHF 10000 Jahr
    3. Liga CHF 0 - CHF 6000 Jahr

    Daher stimmen die Statistiken im Bericht nur, wenn man auch Amateure und Halbprofis dazuzählt.
    • Kai   Blasse aus Heimwehbasler
      30.11.2016
      Promotion League und 1. Liga sind z.T. wesentlich höher.
  • Robert  Friolet aus Cebu City
    29.11.2016
    Gute Fussballer verdienen alle mehr als 10000.- aber nur gute und diese GUTEN sind in der Schweiz nur sehr kurze Zeit vorhanden, anschliessend in England, Deutschland usw.
  • Roger  Huber 29.11.2016
    Sport zu treiben ist ein Hobby und es ist kein Menschenrecht, für die Ausübung seines Hobbies bezahlt zu werden. Es gibt genügend Sportler die deutlich mehr leisten als ein 1.-Liga-Fussballer-Möchtegerne-Profi und keinen Rappen dafür bekommen.
  • roland  althaus aus schaffhausen
    29.11.2016
    ja es ist halt so, der profi-, oder spitzensport wird viel zu hoch bewertet. ich bin auch sportfan von radsport bis formel1 aber was da an paar einzelne bezahlt wir ist nur noch krank und die weniger guten schauen wo sie bleiben. was muss ein messi, ronaldo, federer, djokovic, rosberg, hamilton & co. millionen verdienen? etwas besser verteilen wäre doch angesagt, dann würden diese einzelnen, sogennanten superstars etwas am boden bleiben und die anderen hätten auch was davon...
    • Hermann  Kuch aus Uznach
      30.11.2016
      Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleichmäßige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends. Winston Churchill- britischer Politiker und Schriftsteller