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Heute Dienstag um 10 Uhr gab die Liga bekannt, dass YBs Carlos Varela nur für ein Spiel gesperrt wird. Seine «Tätlichkeit» wurde vom Einzelrichter als «Unsportlichkeit unter Annahme einer Provokation» eingestuft.
Rückblick: Schiedsrichterin Nicole Petignat zeigte Varela im Spiel gegen Aufsteiger Vaduz (0:0) in der 53. Minute die Rote Karte. Er soll Gegenspieler Marco Ritzberger einen Schlag unter die Gürtellinie verpasst haben. Diese Tätlichkeit sah aber nur der vierte Schiedsrichter. Auf dessen Intervention wurde der Heisssporn des Feldes verwiesen.
Für Varela, der in seiner Karriere bereits 94 Gelbe und 8 Rote Karte erhielt, war es laut eigenen Aussagen der erste, direkte Platzverweis. Bei YB rechnete man bis zu vier Spielsperren.
Rapport ist entscheidend
War es also doch nur eine leichte Provokation und keine Tätlichkeit? Oder hat der vierte Unparteiische plötzlich ein schlechtes Gewissen gehabt und beim Rapport-Schreiben einen Rückzieher gemacht?
«Entscheidend ist der Schiedsrichter-Rapport», sagt Luigi Ponte, Präsident des Schweizerischen Schiedsrichter-Verbandes. Es sei unmöglich, dass in diesem die Rede von einer Tätlichkeit sei. «Dann würde Varela nämlich mindestens für drei Spiele gesperrt werden», sagt Ponte.
Varela: «Hätte nie vom Platz fliegen dürfen»
«Auch ich habe eigentlich drei Spielsperren erwartet. Aber ich hätte wegen einer solchen Lapalie sowieso nie vom Platz fliegen dürfen», sagt Varela selber.
Zeugen gibt es keine. Weder Vaduz-Trainer Heinz Hermann, direkt vor seiner Bank spielte sich die Szene ab, noch der YB-Coach Martin Andermatt konnten nach dem Spiel den Grund des Ausschlusses bekannt geben. SF-Moderator Rainer M. Salzgeber bestätigte noch am Sonntag gegenüber Blick.ch, dass auch auf den TV-Bildern nichts zu sehen sei. Fortsetzung folgt.
Die Young Boys beklagen zwei längere Ausfälle. Verteidiger Christian Schwegler fehlt wegen eines Faserrisses im rechten Oberschenkelmuskel bis zu vier Wochen. Gleich lang muss Aaron Liechti pausieren, der einen Bruch des linken Vorderarms erlitt. (si)