Treter Wieser hat länger mit ihm telefoniert «Yapi ist mir nicht böse»

Als der Täter die Schock-Diagnose hört, ruft er sofort sein Opfer an.

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Sandro Wieser sitzt am Sonntagabend in seiner Wohnung auf dem Sofa. Gedankenverloren schaut er sich die Szenen im TV immer und immer wieder an. Sieht, wie er seinen Ex-FCB-Team­kollegen Gilles Yapi brutal niederstreckt. Sein Knie zerfetzt.

«Es war ein Bruchteil einer Sekunde, in der ich entscheiden musste – und ich habe mich komplett falsch entschieden. Ich sah die Bilder und realisierte, wie schlimm es wirklich ist. Es fehlten mir die Worte. Ich spüre nur noch eine riesige Leere in mir», sagt der 21-Jährige. Schlaflos liegt er im Bett. Und hat nur einen Wunsch.

Einen, den ihm keiner erfüllen kann. «Ich würde am liebsten die Zeit zurückdrehen. Es tut mir so unendlich leid, was passiert ist. So was geht mir sehr nahe», sagt der FCA-­Mittelfeldspieler.

Seine Gedanken sind auch im Camp von Liechtensteins Nati immer bei Yapi. «Dieser Vorfall wird mich noch lange verfolgen. Ich hoffte bis zuletzt, dass es nichts Schlimmes ist.» Als Wieser am Nachmittag aus dem Training kommt, erfährt auch er von Yapis Schock-Diagnose.

Sofort greift das Talent zum Handy und ruft Yapi an! «Ich bin froh, konnte ich länger mit ihm telefonieren. Ich hatte mich schon in der Kabine bei ihm entschuldigt, aber ich wollte nochmals mit ihm reden und ihm alles erklären», sagt Wieser. Und ist erleichtert: «Yapi ist mir nicht böse, er weiss, dass es keine Absicht war. Wir haben schon abgemacht, dass ich ihn im Spital besuchen werde nach seiner Operation.»

Wie hart ihn die Liga für sein Horror-Foul bestrafen wird, ist noch unklar. Der Disziplinarrichter, der maximal vier Spielsperren aussprechen kann, hat den Fall an die Disziplinarkommission weitergegeben. Ein Anzeichen dafür, dass Wieser länger gesperrt werden könnte. Für Wieser hat das keine Priorität: «Ich hoffe nur, dass Yapi wieder spielen kann.»

Publiziert am 11.11.2014 | Aktualisiert am 11.11.2014
Wiesers Brutalo-Foul gegen Yapi

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20 Kommentare
  • Marco  Pollo aus Aargau
    11.11.2014
    Ach Herr Canepa,haben Sie schon vergessen das auch Yapi schon mal negativ aufgefallen ist?Es war im November 2010,damals spielte Yapi noch für den FCB.Im Heimspiel gegen den FC Thun säbelt Yapi äusserst rüde Thuns Stefan Glarner um und fliegt mit Rot vom Platz.Glarner konnte damals froh sein,dass er dieses Brutalo-Foul unverletzt überstanden hat.Und jet Herr Canepa?Wollen Sie jetzt Yapi auch noch nachträglich Anzeigen?Wünsche Yapi gute Besserung und hoffe,dass er bald wieder auf dem Platz steht.
  • Daniel  Messerli aus Olten
    11.11.2014
    Wie wärs, wenn der Canepa genau so rigoros gegen die clubeigenen Hooligans vorgehen würde? Da wären Strafanzeigen wohl eher angezeigt.
  • Sandro  Egger aus St. Gallen
    11.11.2014
    Absoluter Schwachsinn von diesem Canepa... Dann müsste man jede Tätlichkeit zur Anzeige bringen.. Es war ein hartes Foul, dieses wurde auch korrekt mit der roten Karte geahndet, jedenfalls kann es nicht sein, dass Wieser mehr als vier Spielsperren kriegt..Im Fussball musst du damit rechnen, dass es harte Fouls gibt..Ansonsten bitte zu einer anderen Sportart wechseln, Danke..Gute Genesung an Yapi!
    FCSG! :-
  • Reto  Pfister , via Facebook 11.11.2014
    "Yapi ist mir nich böse" es wäjre noch interessant was Yapi selber dazu sagt.
    Weiterhin gute Besserung
  • oliver  zaugg 11.11.2014
    ... wenn man ganz ehrlich wäre, dann ist es wohl so, dass Aarau nach der Führung des FCZ noch aggressiver zur Sache ging, um auszugleichen, auch frustriert war, dass sie nicht in Führung gingen. Auch der Staff/Trainer des FCA tragen mit ihren "Motivations-Sprüchen" wohl Verantwortung. Dass sich Wieser ehrlich entschuldigt, kann man ja wohl erwarten - und es ist das gute Recht nach dieser hirnlosen Attacke durch Herrn Canepa zu klagen! Und...: Wieser muss bei dieser Szene Yapi gesehen haben...