Tränen in Wohlen! Trainer demütigt Sturm-Juwel

Wohlen-Coach Francesco Gabriele wechselt Kilian Pagliucain der 57. Minute ein und nimmt ihn in der 86. Minute wieder raus. Pagliuca bricht in Tränen aus und muss von Mitspielern und Gegnern getröstet werden.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 So geht Trainingscamp auf Bulgarisch Schönheitskönigin lässt Fussballer...
2 Aufgepasst, Xhaka! Dieser Mann ist härter als Granit
3 Kult-Coach Otto Rehhagel verrät «Mario Basler musste man ein paar...

Fussball

Raiffeisen Super League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 18 49:15 47
2 YB 18 42:24 35
3 Sion 18 38:31 29
4 Luzern 18 36:33 29
5 GC 18 26:32 22
6 St. Gallen 18 20:27 21
7 Lausanne 18 30:34 18
8 Lugano 18 23:35 18
9 Thun 18 23:34 16
10 Vaduz 18 21:43 16
teilen
teilen
0 shares
28 Kommentare
Fehler
Melden

Während dreieinhalb Jahren spielte Kilian Pagliuca im Nachwuchs von Olympique Lyonnais. Der Genfer galt da als eines der grössten Sturmtalente. Im Februar 2016 unterschrieb das Sturmjuwel beim FCZ bis 2020.

Mittlerweile ist Pagliuca zu Liga-Konkurrent Wohlen ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Diese bekommt er erstmals am Sonntag beim 0:1 gegen Aarau. Wohlen-Coach Francesco Gabriele bringt den 20-Jährigen in der 57. Minute. Und nimmt ihn in der 86. Minute wieder raus. Ein Horrordebüt!

Pagliuca bricht in Tränen aus! Muss von Mitspielern und Gegnern getröstet werden. «Ich kann nichts sagen», bringt er nur heraus. Erst in der Kabine wird das Talent richtig laut. Und er erhält in seinem Unmut die Rückendeckung der Teamkollegen.

Nur von seinem Coach nicht. BLICK fragt bei Gabriele nach, warum er dem Jungen das Debüt so versaut hat? Der Wohlen-Coach kennt auch gestern kein Pardon: «Ich muss meine Auswechslungen nicht erklären. In meinem Vertrag steht, dass ich der Chef bin und ich auswechseln kann, wie ich es für richtig halte.»

Pagliucas Tränen? Hat der Coach angeblich nicht gesehen. «Ich habe eine enttäuschte Mannschaft gesehen, die einen Punkt verdient gehabt hätte. Mir ist niemand aufgefallen, der besonders traurig war.»

Allen anderen schon!

Seinem Stammklub FCZ schon. Thomas Bickel, der sportliche Leiter des FCZ, sagt über Pagliucas Horror-Debüt: «Das ist sehr unglücklich. Ist ja klar, dass dies uns als Verein auch nicht kaltlässt.» Bereits gestern haben sich die FCZ-Verantwortlichen mit Trainer Gabriele ausgetauscht, heute werden sie mit Pagliuca reden. Bickel: «Dann entscheiden wir zusammen mit dem Spieler, was das Beste für seine Zukunft ist.»

Publiziert am 06.12.2016 | Aktualisiert am 06.12.2016

Neueste Videos

28 Kommentare
  • Marc  Stucki aus Zuerich
    06.12.2016
    Notiz an den Verfasser des Artikels. Mit 20 Jahren ist man kein Juwel mehr in der Challenge League, sondern ein moechtegern Talent, welches fuer die Super League zu schlecht war.
  • Josef  Klein aus Stansstad
    06.12.2016
    Das hab ich doch schon mal gesehen Herr Gress? Damals bei Aarau gegen Xamax!
  • Pedro  Müller 06.12.2016
    1. Ich wüsste nicht wie ich mich als Spieler verhalten würde, sehr wahrscheidnlich ähnlich.

    2. Nur schon die Aussagen zeigen dass er ein schlechter Trainer ist.
  • Peter  Isler aus Wohlen
    06.12.2016
    ...ja wenn der Trainer vielleicht Klartext reden könnte... hätten viele eine andere Optik zum Fall... eine Auswechslung hat praktisch immer eine Vorgeschichte... Verletzung... Taktik... etc. oder vielleicht auch Nichtbefolgen einer Marschroute...
  • Vito  Balotelli 06.12.2016
    Das verwundert ich überhaupt nicht bei Francesco Gabriele. Genau so von oben herab aber ohne fundiertes Fachwissen habe ich ihn in zwei Trainingslagern kennen gelernt. Er dachte schon damals, dass er der König der Schweizer Trainer-Gilde sei und er selber niemals Fehler machen würde nur die anderen machen Fehler. Gute Umgangsformen sind bei weitem nicht sein Ding und was Menschlichkeit betrifft hat er noch viel zu lernen.