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Das 215. Zürcher Derby begann durchaus animiert, plätscherte aber vorerst dahin. In der 22. Minute verzeichnete der FCZ die erste Grosschance des Spiels. Alexandre Alphonse vergab ein flaches seitliches Zuspiel von Okonkwo aus fünf Metern kläglich.
Zürich dominierte das Spielgeschehen, konnte die spielerische Überlegenheit aber nicht in Tore ummünzen. Eine kritische Szene gab es, als Eric Hassli im Strafraum umklammert wurde, Ref Sascha Kever pfiff nicht. «Ein klarer Penalty!» enervierte sich FCZ-Präsident Ancillo Canepa in der Pause.
Ein Steilpass zur Führung
In der zweiten Halbzeit überlistete GCs Touré mit einem Steilpass die Zürcher Verteidigung und Gonzalo Zarate markierte mit einem schönen Schuss in der 48. Minute das 1:0. Der Torschütze sah dann allerdings in der 68. Minute wegen eines Nachtretens gegen Alphonse die rote Karte. Doch der Franzose war auch nicht unschuldig und hätte ebenfalls vom Platz müssen.
Ausgleich durch Abdi, Sieg dank Hassli
In der 73. Minute hätte Touré alles klar machen können, doch sein Schuss wurde von Lampi noch ins Lattenkreuz abgefälscht.
In der 80. Minute traf Almen Abdi mit einem kopfball genau ins hohe Eck, es war der verdiente Ausgleich der Challandes-Mannschaft. Und nur sieben Minuten später hämmerte Eric Hassli den Ball zum 2:1 ins Netz! Nach sechs Minuten Nachspielzeit war der Sieg Tatsache.
YB mit Doppelschlag nach roter Karte!
Xamax und YB lieferten sich zu Beginn ein wenig animiertes Spiel, bis in der 29. Minute erstmals Zündstoff in die Partie kam. Alberto Regazzoni wurde von Schiri Bertolini wegen einer Unsportlichkeit des Feldes verwiesen.
Der Tessiner hatte Xamax-Spieler Furios nach einer Provokation ins Gesicht gelangt. YB schon früh nur noch mit zehn Mann, doch das schien den Bernern sofort Aufwind zu verleihen: In der 31. Minute hämmerte Raimondi einen Freistoss aus 20 Metern ins hohe Eck!
Und nur zwei Minuten später erhöhte Captain Raimondi mittels Penalty auf 2:0. Wieder hatte Furios seine Beine im Spiel, er hatte Hochstrasser zu Fall gebracht. In der 69. Minute sorgte der eingewechselte Seydou Doumbia mit dem 3:0 (wieder mittels Penalty) für die Vorentscheidung. Xamax kam mit einem Doppelschlag zwischen der 81. (Coly) und 85. Minute (Brown) noch auf 2:3 heran, doch für mehr reichte es nicht mehr.
Basel dank Derdiyok
Im Vaduzer Rheinpark kam der FC Basel erst in der 39. Minute zu einer guten Möglichkeit, als Marco Streller aus dem Nichts mit einem Schuss die Latte traf. Dennoch blieb die Partie bis zur Pause tor- und emotionslos.
Nach dem Seitenwechsel hatte Gaspar eine grosse Chance, sich seinem neuen Trainer Pierre Littbarski zu empfehlen, doch sein Kopfball verfehlte das Tor. Basel nutze den guten Lauf von Eren Derdiyok, der einmal mehr ein Spiel entschied. In der 74. und 92. Minute traf der junge Stürmer zweimal und erhielt Basel die Tabellenführung. (keu)