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David Degen liegt zu Hause und ruht sich aus. «Mir ging es schon die ganze letzte Woche schlecht. Ich hatte immer wieder heiss und kalt. Trotzdem habe ich mich durchgebissen und gegen Luzern sogar gespielt. Nach dem Spiel war mir jedoch hundsübel. Ich hatte überhaupt keine Kraft mehr!», sagt David Degen zu BLICK und spricht vom Pfeifferschem Drüsenfieber.
Nach Bluttests erstellen die Ärzte einen Tag nach seinem 27. Geburtstag die niederschmetternde Diagnose. Heisst im Klartext, dass seine Milz vergrössert ist. «Aber das ist bei dieser Krankheit normal», so Degen.
Doch wie bekommt man das Fieber? Verursacher der Infektion ist das Epstein-Barr-Virus (EBV). Dieses wird durch Husten und Niesen (Tröpfcheninfektion) oder über Speichel (Küssen) weitergegeben. Deswegen wird das Pfeiffersche Drüsenfieber auch die «Kuss-Krankheit» genannt.
Zu viel geknutscht, Herr Degen? «Nein, nein, ganz sicher nicht», sagt der Single schmunzelnd. Doch wie lange fällt Degen aus? Der Mittelfeldspieler: «Ich hoffe, dass ich in zwei bis vier Wochen wieder Fussball spielen kann.» Das hofft ganz Bern. Degen war die gesamte Vorrunde in überragender Form, war mit sechs Toren und drei Assists einer der besten Skorer von YB.
So spielte sich Degen wieder in die Nati. Jetzt der Rückschlag und Angst bei YB: Denn das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine tückische Krankheit. So war Tennis-Ass Roger Federer schon sechs Wochen geschwächt, als man bei ihm die Krankheit diagnostizierte. Ex-Basel-Spieler Ivan Ergic plagte sich knapp ein halbes Jahr damit rum.
Wichtig ist nun, dass sich der Mittelfeld-Flitzer erst einmal richtig auskuriert. Er sagt trotzdem: «Ich will so schnell wie möglich wieder aufs Spielfeld. Denn schliesslich wollen wir Meister werden.» Andreas BöniWas für ein Pech! David Degen spielt stark und wird von einer tückischen Krankheit gebremst.