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Gleich fünf Stammspieler muss FCZ-Coach Urs Fischer ersetzen (Magnin, Aegerter und Béda fehlen gesperrt, Teixeira und Margairaz verletzt). Mit Rodriguez (18), Buff (18), den Koch-Brüdern Philippe (20) und Raphael (21), Mehmedi (20) sowie Schönbächler (21), Barmettler und Chermiti (beide 23) schickt Fischer eine blutjunge Elf ins kapitale Spitzenspiel. Später wird auch noch Nikci (21) eingewechselt.
Deshalb verwundert es nicht, dass die Gäste aus Bern früh das Spieldiktat an sich reissen. YB-Regisseur Alexander Farnerud lanciert David Degen in der 18. Minute mit einem Pass in den Rücken der neuformierten FCZ-Abwehr, der Flügel schiesst aber weit am Tor vorbei. Einige Minuten später lenkt Goalie Johnny Leoni einen Lulic-Schuss gefährlich nach vorne ab und wehrt mit Mühe einen Farnerud-Freistoss ab.
Die beste Möglichkeit für den FCZ vergibt Rückkehrer Amine Chermiti kurz vor der Pause. Von Landsmann Chaker Zouaghi geschickt, knallt der Tunesier den Ball aus vollem Lauf an den Pfosten.
Die Young Boys stürmen auch nach der Pause nach vorne. Gleich nach Wiederanpfiff scheitert Emmanuel Mayuka, der den Vorzug gegenüber Henri Bienvenu erhält, an Leoni, der mit dem Fuss zur Stelle ist.
Praktisch im Gegenzug fällt das erste Tor der Partie. Marco Schönbächler flankt von rechts, sowohl der im Offside stehende Djuric, als auch der einschussbereite Chermiti kommen nicht an den Ball, doch Ex-FCZler Alain Nef rutscht in die scharfe Hereingabe und düpiert Goalie Marco Wölfli. Die Zürcher Führung entspricht nicht dem Gezeigten. Das kümmert die FCZ-Fans herzlich wenig, virtuell zieht das Fischer-Team mit Leader Basel gleich.
Die Berner erholen sich schnell vom Schock. In der 51. Minute zieht Senad Lulic ab, der von Philippe Koch abgelenkte Ball findet via Innenpfosten den Weg ins Tor.
Nach knapp einer Stunde jubeln aber schon wieder die Zürcher. Doubai säbelt im Zentrum an Chermitis Flanke vorbei, der heranpreschende Admir Mehmedi schiebt locker an Wölfli vorbei zum 2:1 ein.
Die FCZ-Fans feiern nicht nur einen wichtigen Sieg im Meisterrennen (Zürich liegt punktgleich mit Basel, das am Mittwoch in Neuenburg spielt, an der Spitze) sondern auch über das Comeback von Yassine Chikhaoui. Im vergangegen August hatte sich der Tunesier das Schienbein gebrochen, in der 81. Minute wechselte ihn Coach Urs Fischer ein.
Für YB hingegen ist der Traum von der Champions-League-Quali wohl ausgeträumt. Sieben Runden vor Schluss liegt das Team von Coach Vladimir Petkovic schon zehn Punkte hinter dem Spitzenduo zurück.