YB: In Schwarz gegen Gewalt und Rassismus

BERN - In einem pechschwarzen Tenue werden die Young Boys am Sonntag gegen den FCZ auflaufen.

  • Publiziert: 28.10.2008, Aktualisiert: 14.01.2012
play Mario Raimondi und Miguel Portillo präsentieren das Trikot für das FCZ-Spiel. Nach der Partie werden die Leibchen über eBay.ch versteigert. Der Reinerlös geht an Fanarbeit Bern (www.fanarbeit-bern.ch). (zVg)

Nein, gestorben ist glücklicherweise niemand in der Hauptstadt. Vielmehr will YB am Sonntag mit schwarzen Trikots, die eigens für das Heimspiel gegen den Leader aus Zürich entworfen werden, ein Zeichen gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit in den Schweizer Stadien setzen.

«Wir lassen nichts unversucht, der Gewaltspirale endlich ein Ende zu setzen. Wir sind entschieden gegen Rassismus, Gewalt und Sexismus. Und wenn sich unsere Spieler gleich selber an der Aktion beteiligen, hat das die grösste Wirkung», sagt Stadion-CEO Stefan Niedermaier gegenüber Blick.ch.

Anstatt Hauptsponsor «OBI» tragen die Berner gegen den FC Zürich die Aufschrift «Gegen Gewalt und Rassismus» auf der Brust. Niedermaier: «Diese Idee mit dem schwarzen Trikot stammt vom Fan-Lokal HalbZeit und der Fanarbeit Bern.» Ganz unkonventionell und innert zehn Sekunden habe auch der Sponsor sein Einverständnis für die vorbildliche Aktion gegeben. Und auch mit der Liga gab es keine Probleme.

Somit beteiligen sich die Young Boys, wie auch schon in den vergangenen Jahren und als einziges Team in der Super League notabene, an der Aktionswoche von Football against Racism in Europe (FARE).

«Die Teilnahme an der FARE-Action-Week hat sich in Bern mittlerweile eingebürgert. Wir leben schliesslich in einer globalen Welt, haben viele Ausländer im Team und unterstützen unsere Fussballschule in der Elfenbeinküste», erklärt Niedermaier.

In UEFA-Präsident Michel Platini findet Niedermaier einen Verbündeten. Platini: «Die Einstellung der UEFA ist eindeutig: Null Toleranz gegenüber Gewalt, Rassismus oder Diskriminierung.»

Die Folge: Neben hunderten von Vereinen in ganz Europa haben beim letzten Spieltag in der Champions League alle Spieler mit «Roten Karten gegen Fremdenfeindlichkeit» demonstriert. (zbi)

YB

Zusammen mit dem Berner Verein «Gemeinsam gegen Rassismus & HalbZeit» führt YB seit Jahren Aktionen gegen Fremdenfeindlichkeit im Fussball durch. Im Jahre 1996 war «Gemeinsam gegen Rassismus» während einem halben Jahr sogar Hauptsponsor der Young Boys (Bild unten)

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