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Fan als Doppelgänger Seydou Doumbia – YBs Publikumsliebling. (Dominik Steinmann)
Sion-Präsident Christian Constantin ist kein Zeitgenosse, der sich versteckt. Selbst seine Handynummer ist Allgemeingut. Ein Fakt, den sich die Fans aus der Hauptstadt unmittelbar nach dem 3:2-Sieg in Sion zunutze machten. Sie hängten vor der mit 800 Mann proppenvollen YB-Fan-Kurve im Tourbillon ein Plakat auf mit der Aufschrift: «Danke für die drei Punkte!!!» – und der Handynummer des Sion-Bosses.
In der Folge dankten rund 400 Anhänger von Gelbschwarz CC persönlich für die Zähler – per SMS. Constantin nahms mit Humor. Typisch CC eben, auch wenn das nur jene wissen, die ihn etwas näher kennen. «Als die ersten SMS eintrafen, habe ich sie noch beantwortet. Irgendwann wurde es aber zu viel», sagte der sportlich gebeutelte Präsident und lobte die Berner Fans für ihr exemplarisch faires Verhalten im heissen Wallis. Wortlaut des Antwort-SMS: «Ich hätte die Punkte lieber für uns behalten... Bravo YB und schönen Tag noch. CC.»
Mitgemacht haben selbst Anhänger, die nicht am Spiel waren. Zum Beispiel Urs Hofer aus Moosseedorf: «Irgendwann hat die SMS-Aktion unter den Fans die Runde gemacht. Ich habe CC deshalb am Montag gedankt. Und er hat mir zurückgeschrieben. Unglaublich, der Mann.»
Unglaublich war auch der Fan, der als Seydou Doumbia verkleidet mit dem Zug ins Wallis fuhr. Der Ivorer wird von seinen Fans schon fast kultverdächtig verehrt. Seine Einwechslung wird jeweils mit der Melodie zum Negro Spiritual «Kumbaya» gefordert. Und die Tore des Jokers werden frenetisch bejubelt.
Dabei hingen die letzten Einsätze des besten Einwechselspielers der Liga an einem seidenen Faden: Zuerst plagte er sich mit Adduktorenproblemen herum. Und vor dem Sion-Spiel musste er eine Nasennebenhöhlen-Entzündung mit Antibiotika behandeln. Trotz der Probleme: Doumbia traf in den letzten beiden Spielen drei Mal. Der echte Doumbia, nicht unser Kollege aus der Abteilung «Was ich mit Schuhwichse sonst noch anstellen kann».
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Constantins Antwort via SMS. (ZVG)