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Gestern nach dem Abschlusstraining wird dem FC Basel mitgeteilt, dass Franco Costanzo für drei Spiele gesperrt ist. Die Sanktion gilt ab sofort. Der FCB hat zwei Tage Zeit, Rekurs einzulegen. Am Strafmass an und für sich ist nichts auszusetzen. Costanzo hatte nach dem Spiel gegen den FC Zürich einen eigenen Spieler tätlich angegriffen, das Regelwerk sieht entsprechende Massnahmen vor.
Das Irritierende am Urteil der Disziplinarkommission ist der Zeitpunkt. Es kann nicht sein, dass TV-Richter Urs Studer eine ganze Woche (!) braucht, um zu entscheiden. Als würden die Bilder per Brieftaube übermittelt. Wenn wir mehr Professionalität im Fussball fordern, dann gilt das auch für das Back Office. Will uns jemand weismachen, dass die Kommission zu überlastet ist, um in nützlicher Frist ein Urteil zu sprechen? Einfach lächerlich!
FCB-Trainer Thorsten Fink hat die ganze Woche mit Costanzo geplant, 48 Stunden vor dem Spiel gegen GC muss er nun kurzfristig umstellen, ohne mit dem Ersatztorhüter zu üben. Genau dafür sind Trainings da. Ohne der Disziplinarkommission irgendwelche wettbewerbsverzerrende Absichten unterschieben zu wollen – für GC ist es sicher kein Nachteil, dass die Basler am Sonntag ohne Stammgoalie antreten müssen.
Irritierend ist, ehrlich gesagt, auch die Haltung von Vorzeige-Schiri Massimo Busacca. Kein Wort im Rapport, obwohl einer seiner Linienrichter die fragliche Szene gesehen hat. Wollte er sich die Finger nicht verbrennen und die Sache an TV-Richter Studer delegieren? Schwach, wenns so wäre!