Wegen Xamax-Pleite Drei Jahre Knast für Tschagajew!

Das Neuenburger Strafgericht hat Bulat Tschagajew im Zusammenhang mit dem Konkurs des Fussballclubs Neuchâtel-Xamax zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Er wurde unter anderem der ungetreuen Geschäftsführung und Misswirtschaft schuldig gesprochen.

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Als der Tschetschene Bulat Tschagajew im Frühling 2011 die Aktienmehrheit von Xamax übernimmt, tritt er mit dem Versprechen an, den Klub in die Champions League zu führen.

Was folgt, sind Monate der Irrungen und Wirrungen. Im Januar 2012 wird dem Klub die Lizenz entzogen. Xamax ist pleite.

Tschagajew wird wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung und Steuerhinterziehung vor Gericht gestellt und am Dienstag zu drei Jahren teilbedingter Freiheitsstrafe verurteilt.

Der Staatsanwalt hatte eine Gefängnisstrafe von 3,5 Jahren gefordert, Tschagajew auf Freispruch plädiert.

Der frühere Club-Präsident wurde zudem wegen versuchten Betrugs sowie Urkundenfälschung verurteilt, wie der Präsident des Neuenburger Gerichtes am Dienstag mitteilte. Von den drei Jahren Freiheitsstrafe muss Tschagajew die Hälfte im Gefängnis absitzen.

Für die bedingte Hälfte der Strafe gilt eine Probezeit von zwei Jahren. Er muss zudem 40'000 Franken - einen Teil der Gerichtskosten - bezahlen.

Unter der Führung des Tschetschenen war der Schweizer Traditionsverein Neuchâtel Xamax am 26. Januar 2012 innerhalb von nur acht Monaten Konkurs gegangen. Zurück blieb ein Schuldenberg von 20,1 Millionen Franken.

Tschagajew war im August überraschend zum Prozessauftakt in Neuenburg erschienen und hatte seine Unschuld beteuert. Der Fortsetzung der Gerichtsverhandlung Ende September blieb der Tschetschene allerdings fern. Sein Verteidiger hatte vergeblich einen Freispruch gefordert

Gar nicht vor Gericht erschienen war seine frühere rechte Hand, Islam Satujew. Der frühere Vize-Präsident des Fussballclubs wurde vom Neuenburger Strafgericht freigesprochen.(ma/eg/SDA)

Publiziert am 06.12.2016 | Aktualisiert am 06.12.2016

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9 Kommentare
  • Markus  Brawand 07.12.2016
    So, jetzt Häfeli Karl, gennant Carlo, auch den Prozess machen. Es kann nicht sein, dass dieser nicht bestraft wird!!!!
  • Ueli  Sommaruga aus Cebu City
    06.12.2016
    Er kann die Strafe gar nicht absitzen auf Grund gesundheitliche Probleme, er hat das Muellerische Sekundenschlafsyndrom
  • Hugo  Stiglitz aus Frankreich
    06.12.2016
    Ich behaupte mal, sein Vorgaenger Bernasconi hatte nicht alle Karten offengelegt, was aber dieses Desaster nicht entschuldigt.
  • Heinz  Nütteler 06.12.2016
    Und wieder mal ist ein grosszügiger Investor zum Sündenbock gemacht worden. Wieso hat man den Bulli nicht mehr Zeit gegeben?
    • Daniel  Fischer 06.12.2016
      "ungetreue Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung und Steuerhinterziehung"
      Was wollen Sie dem noch mehr Zeit geben? Um was zu tun?
  • drafi  schweizer aus berg
    06.12.2016
    besser wäre gewesen er müsste die 20 Millionen auf den Tisch legen, die eineinhalb Jahre Knast kostet den Steuerzahler nochmals eine Stange Geld, wenn er denn überhaupt zum Absitzen Erscheinen wird, zu hoffen ist jetzt dass alle Schweizer Vereine, ob Fussball oder was auch sonst etwas daraus lernen und gelernt haben, Investor und Investor ist nicht gleich Glückseligkeit, nein, auch da hat es verschiedene auf der schönen Sportwelt