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Der Matchball liegt beim FCZ. Ein Sieg am Sonntag gegen den Erzfeind aus Basel – und die Zürcher können vorzeitig den 12. Meistertitel feiern.
Eigentlich spricht vor dem Showdown alles für den Leader. Das Team von Bernard Challandes hat den mit Abstand besten Angriff (76 Treffer), die beste Abwehr (32 Gegentore). Dazu auch noch den Heimvorteil – der Letzigrund ist bereits bis auf den letzten Platz ausverkauft. Also ist der Titel nur noch Formsache?
Mitnichten! Denn die Bilanz des FCZ gegen Basel ist grausam. Den letzten Sieg feierten die Zürcher beim 3:2 am 26. November 2006. Seitdem gewann der FCB in der Super League sechsmal, dazu gab es drei Unentschieden – bei 20:8 Toren. «Ich glaube, es wird die Tagesform entscheiden. Aber die Statistik spricht für uns», sagt Trainer Christian Gross zurückhaltend. Intern macht der Motivator seine Spieler aber heiss bis aufs Blut.
Und die Profis machen schon jetzt mächtig Dampf gegen den FCZ. Psycho-Krieg vorm Spitzenkampf! Marco Streller glaubt nach dem 5:3 der Zürcher in Vaduz, als diese dreimal eine Führung aus der Hand gaben: «Das Ergebnis und der Spielverlauf zeigen, dass der FCZ nervös ist. Das Meisterrennen scheint nicht spurlos an ihnen vorüberzugehen. Und wenn wir sie am Sonntag bezwingen, werden sie sicher noch nervöser.»
In der kommenden Woche muss der FCZ nach Bellinzona, am letzten Spieltag gibt es dann das Derby gegen die Grasshoppers. Auch Fabian Frei glaubt trotz des 4-Punkte-Rückstands an einen psychologischen Vorteil für den FCB: «Wir fahren ganz klar nach Zürich, um zu gewinnen. Wir konzentrieren uns voll auf den Sieg und dieses Spiel. Von mir aus können die den Champagner schon kaltstellen. Aber wenn wir gewinnen, dann zittern denen vielleicht die Knie.»
Dass der FCB in den vergangenen Jahren immer dann parat war, wenn es um die Wurst ging, ist kein Geheimnis. Zuletzt schlugen die Basler im Cup-Viertelfinal zu, siegten 1:0 in Zürich. Gibt es am Sonntag das gleiche Resultat, wird es im Schlussspurt noch mal richtig spannend. Dann ist der FCZ nur noch ein mickriges Pünktchen voraus. Auch FCB-General Gross glaubt: «Die Luft ist noch lange nicht draussen.»
Der Showdown im Letzigrund wird zum absoluten Nervenspiel. Ob sich die Zürcher tatsächlich von den Verbal-Attacken aus Basel beeinflussen lassen oder cool bleiben und den Titel vorzeitig einfahren? Spätestens am Sonntag um 17.45 Uhr wird diese Frage beantwortet.