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Der Fall «Busacca» gibt zu reden. Vielleicht sogar weniger wegen seiner Geste als wegen seiner Äusserungen nach dem Vorfall. Anstatt einfach sorry zu sagen, versucht Busacca, sich zu rechtfertigen.
«Die Provokation ist in der Regel schlimmer als die Reaktion.» Gelten also zukünftig auch mildernde Umstände für den Stürmer, der dem Verteidiger die Nase bricht, weil ihn dieser «provoziert» hat?
Busacca: «Es war ein Signal. Ich wollte damit sagen: So geht es nicht mehr weiter»
Darf sich ein Trainer, der an der Linie gegen den
Schiri tobt, zukünftig auch auf so was berufen? Darf überhaupt Fehlverhalten mit Fehlverhalten beantwortet werden?
Die Erklärungsversuche von Busacca lenken nur vom Kern des Problems ab. Fakt ist: Dass sich ein Top-Mann wie Busacca durch ein paar Sprüche einer kleinen Gruppe dermassen provozieren lässt, ist nicht normal.
Das ist eigentlich nur damit erklärbar, dass er nicht gut vorbereitet war. Vielleicht war er müde oder im Kopf nicht frei. Vielleicht hatte er eine stressige Woche im Job.
Damit wäre abermals und in aller Deutlichkeit gezeigt: Der Spitzenfussball braucht Profischiedsrichter. So wie dies von Fifa-Präsident Blatter gefordert wird.
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«Blick am Abend»-Kolumnist Ilja Kaenzig. (Sven Thomann)