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Herr Varela, wie viele Verwarnungen haben Sie in Ihrer Karriere bisher schon kassiert?
«Ich weiss es nicht, wirklich nicht», sagt der eben erst 32 Jahre alt gewordene Mittelfeldspieler am Handy zu BLICK.
Verständlich, dass der gebürtige Spanier, der bei City Genève und dem FC Vernier das Fussball-ABC erlernte, in seiner Karten-Sammlung mittlerweile die Übersicht verloren hat.
Schon als 16-jähriger ein Rauhbein
Varela ist noch grün hinter den Ohren, als er in der Saison 1993/94 als 16-Jähriger bei Chênois sein Temperament erstmals nicht im Griff hat. An die erste Gelbe seiner Profi-Karriere kann er sich nicht mehr erinnern – 60 Franken Busse kostet der erste Karton seinen Verein.
Der Anfang auf dem Weg zum späteren Jahrhundert-Rekord ist steinig. In der zweiten Saison kommt bei Servette keine einzige Gelbe dazu, in der nächsten Spielzeit steht bei Varela auch nur eine Verwarnung auf dem Konto. Doch dann legt Varela, der Vulkan, los. Acht Gelbe in einer Saison (siehe Box oben).
Rekordmarke in Aarau
Beim FC Basel treibt er mit seinen Wutausbrüchen teilweise Trainer Christian Gross zur Verzweiflung. Beim FC Aarau setzt er eine Rekordmarke: Elf (!) Gelbe in einer Saison. Bussgeld: 860 Franken.
Das Rechnen gibt Varela bald auf. Die BLICK-Datenbank übernimmt die Aufgabe im Fall von Varela seit 1993.
99 Verwarnungen sind es bis heute. Und morgen im Heimspiel gegen Bellinzona das Jubiläum? «Was, es sind schon 99?», fragt Varela und grinst: «Geil, ich habe einen Rekord!»
«Wer Siegeswillen hat, riskiert Gelb»
Er sei ruhiger geworden, hatte der Heisssporn Anfang Saison behauptet. «Stimmt doch auch», findet Varela, «wegen Reklamieren habe ich schon lange keine Verwarnung mehr erhalten. Und letzte Saison kam ich nur auf vier Gelbe. Aber wer den absoluten Siegeswillen hat, riskiert halt mitunter auch einmal eine Verwarnung.»
Übrigens: Die Bussgelder sind auch nicht ohne: 7600 Franken mussten Varelas Arbeitgeber bisher für Gelbe berappen. Dazu kommen 2400 für sechs Gelb-Rote und zwei Rote Karten.
Macht bis heute exakt 10 000 Franken.