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Teil zwei der Berner Jagd nach dem Meistertitel ist eröffnet! Zwar legt YB am Donnerstag als letzter Super-League-Verein wieder los, doch dafür gleich richtig: Um 8.15 Uhr mit Bluttests und Gewichtskontrollen, um 15 Uhr mit Fitnesstests.
«Alle sind gesund aus den Ferien zurück», fasst Co-Trainer Erminio Piserchia zusammen. Die YB-Stars machen sich einen Spass aus den Lauftests, lachen über die Langsamen, motivieren sich zu Top-Leistungen, messen sich im Fussball-Tennis (siehe Video).
Mittendrin Seydou Doumbia, der beste Torschütze der Liga (17 Tore), der im Sommer zu ZSKA Moskau wechseln wird. Von mangelnder Motivation ist nichts zu sehen, die Spielfreude ist ihm geblieben, nur die Haare sind kürzer. Statt frecher Löwen-Mähne trägt der Ivorer neu Kurzhaarschnitt.
Seit gestern hat Doumbia zwei neue Mitspieler. Verteidiger Hassan Lingani (22) kommt von Bastia und soll Saif Ghezal ersetzen, Giuseppe Morello wird neuer Sturmpartner Doumbias. Er ersetzt den verletzten Marco Schneuwly. Schneuwly ist mit 13 Skorerpunkten der zweitbeste Berner Angreifer, Morello kam trotz seiner 24 Jahre noch nicht über die Challenge League hinaus. Kommt das gut?
Der Italiener spielte bislang nur als Halbprofi beim FC Biel. Daneben arbeitete er zu vierzig Prozent als Turnlehrer im Basler Schulhaus Brunnmatt. Morello zu BLICK: «Am Freitag gebe ich meine letzten beiden Schulstunden.» Der 13-fache Saisontorschütze hat im Hauptfach Sportwissenschaften und im Nebenfach Geschichte studiert.
Entscheidet Morello das Meisterrennen? «Giusi hat viel im Kopf», sagt YB-Sportchef Alain Baumann. Eigentlich wollte er den Stürmer erst im Sommer holen, Schneuwlys Verletzung änderte jedoch seine Pläne. «Er ist ein ruhiger Typ. Ein beidfüssiger, gefährlicher Strafraumspieler.»
Ob sich Morello in der Super League durchsetzen kann, weiss aber auch Baumann nicht. «Aber ich würde mich nicht beklagen, wenn er uns zum Titel schiessen würde.»
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Seydou Doumbia trägt neu kurze Haare, rechts Neuzugang Hassan Lingani. (EQ)