
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Auf dem Rasen geht der Zweikampf zwischen den Berner Young Boys und dem FC Basel zwar erst am 7. Februar weiter, wenn die Konkurrenten im St. Jakob-Park aufeinander treffen. Aber schon in der Vorbereitung auf die Rückrunde knallt es heftig zwischen den Klubs. Die «Berner» und die «Basler Zeitung» berichten vom FCB-Interesse an Gilles Yapi, der YB auf Saisonende verlässt. BLICK fragt bei Thorsten Fink im Trainingslager in Estepona (Sp) nach. Der FCB-Coach sagt grinsend: «Wir wollen ja keine Unruhe bei YB stiften, aber natürlich ist Yapi ein sehr interessanter Spieler – auch für uns.» Ob bewusst oder unbewusst: Finks Aussage heizt das Titelduell weiter an.
Schon Alex Frei sandte im BLICK-Interview kernige Sprüche Richtung Bern: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass Doumbia die Saison bei YB zu Ende spielt.» YB konterte umgehend: «Unsinn.»
Yapi dementiert nicht
Jetzt wird es richtig heiss! Wechselt Yapi, der bereits seinen Abschied aus Bern bekannt gab, nach der Saison tatsächlich zum Hauptkonkurrenten im Titelkampf?
Zumindest dementiert auch er die Spekulationen nicht. «Die Verhandlungen laufen. Ich will im Moment nicht mehr zu dem Thema sagen und bitte Sie, dies zu respektieren.» Genau wie FCB-Vizepräsident Bernhard Heusler: «Wir kommentieren keine Gerüchte.»
Es liegt aber auf der Hand, dass Basel sich mit einem Spieler wie Yapi beschäftigt – wie zuletzt auch mit Almen Abdi. Genau wie der ehemalige FCZ-Star (jetzt Le Mans) ist der Ivorer ablösefrei zu haben und hat gerade in den letzten Duellen gegen den FCB seine Klasse gezeigt. Im defensiven Mittelfeld wäre der kleine Techniker die perfekte Ergänzung zu Abräumer Beni Huggel. Schöner Nebeneffekt: Mit dem Interesse sorgt der FCB für weitere Verunsicherung beim Leader.
Berns Sportchef Alain Baumann gibt sich kämpferisch: «Es würde mich überraschen, wenn Yapi zum FCB wechselt. Es wäre sicher nicht das, was er will. Yapi sagt doch, er wolle in einer grossen Liga spielen.»
Vieles hängt von Spielmacher Da Silva ab
Bezüglich einer möglichen Yapi-Verpflichtung hängt beim FCB vieles von Toni Da Silva ab. Der Spielmacher ist noch immer verletzt und bis zum Saisonende vom Karlsruher SC ausgeliehen. Fink: «Wir müssen seine Entwicklung abwarten. Er ist ein guter Spieler. Wenn seine Leistungen so stark sind wie vor seiner Verletzung, brauchen wir dort keinen anderen.» Bisher waren Da Silvas Auftritte aber zu wenig konstant.
Der Psycho-Krieg zwischen Basel und YB: Fortsetzung folgt. Ganz bestimmt.
play
FCB-Trainer Fink muss sich nicht mehr aufregen. (Keystone)