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Coach Forte greift durch Street-Parade-Verbot für GC-Stars

Keine Brüste, keine Knackärsche und kein Techno-Sound. Oder: Uli, der Sittenwächter …

  • Publiziert: 11.08.2012
  • Von Max Kern

Ist Uli Forte zu streng? »

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Feltscher (l.) und Salatic sollen nicht an die Techno-Parade.

(Keystone/Fotomontage BLICK)

GC-Trainer Uli Forte (38) hielt gestern Freitag beim Trainingsbeginn vor seinen Spielern eine 10-minütige flammende Rede. Die Botschaft: Schlagt euch die heutige Street Parade aus dem Kopf. Denkt vor dem Spiel vom Sonntag nur an Servette. Und wer nicht spurt, kann den Klub verlassen!

21. Street Parade heute in Zürich. Hunderttausende tanzende junge Menschen rund um das Zürcher Seebecken. Hämmernder Techno-Sound. Leichtbekleidete Frauen auf vorbeiziehenden Wagen. Viel Alkohol, viele Drogen. Und die Luft riecht nach Sex.

«Geile Katzen in geilen Hosen», sagt Forte zu seinen Spielern. «Leute, die Ecstasy reinwerfen. Ihr müsst nicht mal hingehen. Ihr könntet zu Hause ja den Fernseher einschalten und zuschauen. Cola trinken und Chips essen, den Pizza-Kurier bestellen. Wer das aber will, der kann jetzt ins Büro von Sportchef Rapic und seinen Vertrag auflösen.»

Forte redet sich weiter in Fahrt. «Wenn die Spieler vom FC Zürich, die von Winterthur oder die von YF Juventus an die Street Parade gehen, ist mir das egal.»

Forte macht seinen Kickern gar den Vorschlag, heute nicht einmal das Radio einzuschalten – um nicht doch auf den Geschmack der speziellen Street-Parade-Vibes zu kommen. Uli, der Sittenwächter, vor versammelter Mannschaft: «Das ist der Preis, den ich als Profi zu zahlen habe.»

Dann beginnt sich Forte selbst zu würgen, schreit: «So müssen wir Servette einschnüren!»

Zwei Stunden später spricht der Hoppers-Coach nochmals Klartext: «Wir dürfen Servette nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das wird kein Selbstläufer. GC hat die drei letzten Spiele gegen Servette sang- und klanglos verloren.» 0:3 (unter Forte), 1:3 und 1:4 (unter Forte-Vorgänger Sforza) lauteten die Resultate.

Flügel Frank Feltscher ist positiv: «Es ist ein Ruck durch den ganzen Klub gegangen.» Und Verteidiger Daniel Pavlovic sagt: «Wir haben die Chance auf den ersten Heimsieg, den wollen wir machen.»

Beliebteste Kommentare

  • seb  cicero
    Uli hat Recht, wer die Fussballer kennt weiss dass sie oft disziplinlos mitfeiern und dann die Leistung auf dem Platz nicht stimmt... oft gesehen von Spielern in Zürcher Discos etc. vor Spielen, sogar wenn sie im Nati-Camp waren..wenn die Kicker nicht hingehen dann ist die Gefahr kleiner...
  • Leinad  Mobs
    Street-Parade-Verbot für GC-Stars das wäre ja der Gipfel wenn die dürften. vom Niveau her würde es jedoch gehen.

Alle Kommentare (10)

  • Ruedi  Lanz , Aarburg
    Ich dachte mir, die Zürcher seien selbst schlau genug, nicht hinzugehen. Was haben den Profifussballer in dieser Meute von hunderttausenden von Spinnern verloren?
  • reinhard  hertig , gibswil
    dooofe geschichte. ein wirklicher star käme nicht mal auf die idee, teilzunehmen. morgen geht es wieder um punkte, dem ist alles zu unterordnen. sicher würde gar keiner hingehen. soviel gute arbeitseinstellung hat wohl jeder.
    • 11.08.2012
    • 31
    • 5
  • Stefan DidiJay  Hämmerle , Oberriet , via Facebook
    Hoffentlich verlieren Sie trotzdem Herr Forte... Oder besser "Papa"... Man mag den Jungs auch nichts mehr gönnen, nur weil man selber nicht mehr Hoch-Auf ist... Bedauerlich, echt bedauerlich... zzz
    • 11.08.2012
    • 5
    • 60
  • Max  Niederberger , Zürich
    Feiern ist o.k., aber die Street-Parade geht in Richtung Dekadenz.

    • 11.08.2012
    • 25
    • 9
  • Werner   Werhub , GloBâle Tuvalu , Vaiaku / Fongafale
    ich glaube fast Forte hat etwas verloren.
    Was ist es ?
    es fängt mit V an und hört mit T auf.
    Gruss vom Atoll
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Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 33 59:30 66
2 GC 33 41:30 60
3 St. Gallen 33 49:32 56
4 Zürich 33 54:42 49
5 Thun 34 42:42 47
6 Sion 34 36:50 45
7 YB 33 44:43 42
8 Luzern 34 35:49 36
9 Lausanne 34 28:47 30
10 Servette 33 28:51 26

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