Keine Brüste, keine Knackärsche und kein Techno-Sound. Oder: Uli, der Sittenwächter …
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Feltscher (l.) und Salatic sollen nicht an die Techno-Parade.
(Keystone/Fotomontage BLICK)GC-Trainer Uli Forte (38) hielt gestern Freitag beim Trainingsbeginn vor seinen Spielern eine 10-minütige flammende Rede. Die Botschaft: Schlagt euch die heutige Street Parade aus dem Kopf. Denkt vor dem Spiel vom Sonntag nur an Servette. Und wer nicht spurt, kann den Klub verlassen!
21. Street Parade heute in Zürich. Hunderttausende tanzende junge Menschen rund um das Zürcher Seebecken. Hämmernder Techno-Sound. Leichtbekleidete Frauen auf vorbeiziehenden Wagen. Viel Alkohol, viele Drogen. Und die Luft riecht nach Sex.
«Geile Katzen in geilen Hosen», sagt Forte zu seinen Spielern. «Leute, die Ecstasy reinwerfen. Ihr müsst nicht mal hingehen. Ihr könntet zu Hause ja den Fernseher einschalten und zuschauen. Cola trinken und Chips essen, den Pizza-Kurier bestellen. Wer das aber will, der kann jetzt ins Büro von Sportchef Rapic und seinen Vertrag auflösen.»
Forte redet sich weiter in Fahrt. «Wenn die Spieler vom FC Zürich, die von Winterthur oder die von YF Juventus an die Street Parade gehen, ist mir das egal.»
Forte macht seinen Kickern gar den Vorschlag, heute nicht einmal das Radio einzuschalten – um nicht doch auf den Geschmack der speziellen Street-Parade-Vibes zu kommen. Uli, der Sittenwächter, vor versammelter Mannschaft: «Das ist der Preis, den ich als Profi zu zahlen habe.»
Dann beginnt sich Forte selbst zu würgen, schreit: «So müssen wir Servette einschnüren!»
Zwei Stunden später spricht der Hoppers-Coach nochmals Klartext: «Wir dürfen Servette nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das wird kein Selbstläufer. GC hat die drei letzten Spiele gegen Servette sang- und klanglos verloren.» 0:3 (unter Forte), 1:3 und 1:4 (unter Forte-Vorgänger Sforza) lauteten die Resultate.
Flügel Frank Feltscher ist positiv: «Es ist ein Ruck durch den ganzen Klub gegangen.» Und Verteidiger Daniel Pavlovic sagt: «Wir haben die Chance auf den ersten Heimsieg, den wollen wir machen.»
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Basel | 33 | 59:30 | 66 |
| 2 | GC | 33 | 41:30 | 60 |
| 3 | St. Gallen | 33 | 49:32 | 56 |
| 4 | Zürich | 33 | 54:42 | 49 |
| 5 | Thun | 34 | 42:42 | 47 |
| 6 | Sion | 34 | 36:50 | 45 |
| 7 | YB | 33 | 44:43 | 42 |
| 8 | Luzern | 34 | 35:49 | 36 |
| 9 | Lausanne | 34 | 28:47 | 30 |
| 10 | Servette | 33 | 28:51 | 26 |
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