Ausgerechnet vor dem 20 Millionen-Duell am Mittwoch in Cluj brennt beim FCB der Baum. Dazu müssen die Bebbi um den Einsatz von Marco Streller und Mohamed Salah bangen.
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St. Gallen demütigt Basel – Alex Frei kritisiert die Mannschaft.
(Keystone)Alex Frei platzt auf dem Weg in die Garderobe der Kragen. Der Torjäger, der nach dreiwöchiger Verletzungspause sein Comeback gibt, schreit durch die AFG-Arena: «Jetzt reichts! Jetzt müssen wir über die Bücher. Alle zusammen! Jetzt ist fertig. Es muss sich einiges ändern.» Danach hört man nicht gerade freundliche Töne aus dem Kabinengang, auch die ein oder andere Trinkflasche fliegt durch die Gegend.
Der FCB verliert in St. Gallen mit 1:2. Vier Tage nach der Hinspiel-Pleite gegen Cluj hängt der Meister auch in der Ostschweiz. Sion kann heute auf sieben Punkte davonziehen. Basel heftig angepisst. Und das ausgerechnet vor dem 20-Mio.-Duell am kommenden Mittwoch.
Dabei beginnts wie schon gegen die Rumänen eigentlich perfekt für den FCB. Zoua macht mit einem Knaller unter die Latte schon nach zehn Minuten das 1:0. Doch je länger der Match dauert, desto mehr drückt der Aufsteiger. Cavusevic und Regazzoni drehen das Spiel. Und Basel steht am Ende im Regen.
Trainer Heiko Vogel redet Klartext: «Wir müssen uns hinterfragen, warum wir solche Fehler machen. Wir hatten zu wenig Typen auf dem Platz!»
Auch Valentin Stocker kann seine Wut nicht verbergen. Als er kurz vor dem Ende im Strafraum von Mutsch zu Fall gebracht wird, fordert er Penalty. Doch Ref Studer pfeift nicht. Woraufhin Stocker sich sofort auswechseln lassen will! Vogel überzeugt ihn jedoch, weiterzumachen. Stocker erklärt: «Da waren Emotionen im Spiel. In dem Moment ist mir durch den Kopf gegangen, dass ich mir das nicht länger antun will. Warum soll ich mich kurz vor Schluss, wenn ich alleine vorm Tor stehe, fallenlassen?»
Aber nicht nur wegen dieser Szene ist sein Frust riesig: «Ich bin stinksauer. Wer jetzt nicht im Stolz verletzt ist, den kann ich nicht verstehen. Wir müssen versuchen, unsere Wut in positive Energie umzuwandeln. Am Mittwoch gehts um extrem viel, das wissen wir alle.»
Dann muss der FCB in Transsilvanien die 1:2-Pleite aus dem Hinspiel wettmachen und ein kleines Wunder vollbringen. Fabian Frei: «Wir sind sicher nicht in Topform, aber das Positive ist, dass wir in drei Tagen alles vergessen machen können. Kommen wir in Cluj weiter, redet keiner mehr darüber, was vorher war.»
Doch ausgerechnet vor dem Match des Jahres muss der FCB auch noch um zwei Stars bangen. Marco Streller zog sich im Abschlusstraining eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu, musste in St. Gallen passen. Der FCB-Captain zu SonntagsBlick: «Ich hoffe, dass es reicht. Aber es wird eng.» Das gilt auch für Mohamed Salah. Der Raketenmann musste mit der gleichen Verletzung wie Streller raus. Vogel: «Wir wollten nichts riskieren. Es wird noch enger als bei Streller.»
Vielleicht macht dem FCB wenigstens ein Ergebnis von gestern Abend Hoffnung: Auch Cluj verpatzte die Generalprobe, verlor nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 gegen zehn Mann bei Rapid Bukarest.
Am Mittwoch wird sich zeigen, ob Freis Wutrede Wirkung zeigt.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Basel | 33 | 59:30 | 66 |
| 2 | GC | 33 | 41:30 | 60 |
| 3 | St. Gallen | 33 | 49:32 | 56 |
| 4 | Zürich | 32 | 50:41 | 46 |
| 5 | Sion | 32 | 36:45 | 45 |
| 6 | Thun | 33 | 41:42 | 44 |
| 7 | YB | 32 | 43:43 | 39 |
| 8 | Luzern | 32 | 34:42 | 36 |
| 9 | Lausanne | 33 | 25:47 | 27 |
| 10 | Servette | 31 | 24:50 | 23 |
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