St. Gallen-Youngster Lucas Cueto: Lieber Abitur statt Premier League

Nur auf die Karte Fussball zu setzen, kam für Lucas Cueto nie in Frage. Jetzt spielt der Linksaussen in St. Gallen und macht nebenbei ein Fernstudium.

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2 YB 36 78:47 69
3 Luzern 36 59:50 54
4 GC 36 65:56 53
5 Sion 36 52:49 50
6 Thun 36 45:54 41
7 St. Gallen 36 41:66 38
8 Vaduz 36 44:60 36
9 Lugano 36 46:75 35
10 Zürich 36 48:71 34
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Das neue deutsche Talent bei St. Gallen? Klar, Gianluca Gaudino (19). Aber nicht nur. Im Windschatten der Bayern-Leihgabe kommt mit Lucas Cueto (19) diesen Winter noch ein zweiter Youngster aus Deutschland.

Beide kennen sich aus den DFB-Juniorenauswahlen. «Eine super Sache, dass Gianni auch hier spielt. Wir verstehen uns sehr gut», sagt Cueto. Die Teenager wohnen über der St. Galler Nachwuchs-Akademie und verbringen auch viel Freizeit zusammen.

Nur auf dem Feld stehen sie noch nicht gemeinsam. Cueto soll im Gegensatz zu Stammspieler Gaudino behutsam aufgebaut werden.

Am Montag im verschobenen Heimspiel gegen GC könnte der Offensivspieler zum Espen-Debüt kommen. Es wäre sein erstes Spiel auf Profi-Stufe überhaupt. In Köln konnte er sich nicht durchsetzen, auch wenn Cueto über Trainer Peter Stöger sagt: «Er hat mir sehr viel beigebracht.»

Statt bei Köln im Bundesliga-Team zu trainieren, hätte es auch ebenso gut die englische Premier League werden können. Aber Cueto lehnt 2012 einen Zweijahres-Vertrag bei West Ham ab! Weil er in Deutschland sein Abitur fertig machen wollte.

«Ich hatte das internationale Abi begonnen und ging dafür nach London», erzählt Cueto. Mit der Schülermannschaft der «Brandwood School» kickt er an einem Turnier mit. Dort wird er von West-Ham-Scouts entdeckt und sofort verpflichtet.«Mit 16 habe ich in der U18-Mannschaft gespielt. Eine geniale Erfahrung.»

Der beidfüssige Flügelspieler spielt so gut, dass ihm Ende Schuljahr besagter Vertrag für weitere zwei Jahre hingelegt wird. Cueto schlägt es aus. Das Abitur ist wichtiger. «Ich hätte die Schule abbrechen müssen. Ich wollte aber später ein Studium beginnen.» Dafür nimmt er auch in Kauf, dass er zurück in der Heimat zunächst nur beim Bonner SC Unterschlupf findet.

Jetzt ist der Sohn eines Spaniers und einer Deutschen via Köln und trotz Interesse aus der 2. Bundesliga in St. Gallen gelandet. Natürlich mit dem Abi im Sack. Cueto studiert jetzt an der Europäischen Fernhochschule in Hamburg BWL und Wirtschaftspsychologie.

Und bereut den Abschied aus London nicht. Cueto: «St. Gallen ist ein guter Klub für junge Spieler. Und genauso familiär wie West Ham!»

Publiziert am 07.03.2016 | Aktualisiert am 07.03.2016
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1 Kommentare
  • hans  zottel aus Dübendorf
    07.03.2016
    West Ham familiär! Warum nicht, ist ja auch nur eine kleine Stadt dieses London! In St.Gallen wäre er ja nun genau am richtigen Ort um eine gute Universität zu besuchen. Warum nicht gleich für vier Jahre unterschreiben.