16 Millionen zur Rettung! So sieht der Rettungsplan für den FC St. Gallen aus

  • Publiziert: 12.00 Uhr, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Christian Bürge

ST. GALLEN - Der Steuerzahler, Banken und Investoren sollen den FC St.Gallen gemeinsam retten. So will es zumindest der Sanierungsplan.

Das St.Galler Kantons- und Stadtparlament wird in den nächsten Monaten eine heikle Vorlage behandeln. Denn das Sanierungskonzept sieht vor, dass die öffentliche Hand massiv Geld beisteuert, damit der FC St.Gallen überleben kann. Konkret: Der Kanton soll 2 Millionen Franken aus dem Strassenfonds und weitere 2 Millionen aus dem allgemeinen Haushalt beisteuern.

Die Stadt soll auf eine Million Franken Sicherheitskosten verzichten und eine weitere Million aus dem allgemeinen Haushalt einbringen. Macht unter dem Strich sechs Millionen Franken öffentliche Gelder. Macht die Politik mit, verzichten auch Banken auf insgesamt 5,23 Millionen und eine Gruppe von St.Galler Investoren würde insgesamt 5 Millionen einschiessen. Die Verschuldung würde so um 12.78 Millionen abgebaut, das Eigenkapital um 16,23 Millionen erhöht.

Damit würden zumindest die Zahlen wieder im Lot sein. Auch punkto Organisation würde einiges vereinfacht. Die Stadion AG soll von den anderen Gesellschaften komplett abgetrennt werden und nur als Eigentümerin der Arena fungieren. Die heutige Betriebs AG AFG Arena soll von Investoren übernommen und in FC St.Gallen Event AG umbenannt werden. Unter diesem Dach würde die FC St.Gallen AG als Tochtergesellschaft geführt. Der Verwaltungsrat wäre übergreifend. Das Konzept sieht auch vor, dass in der FC St.Gallen AG die Doppelfunktion eines CEO/Sportchefs geschaffen wird. Namen sind bislang aber noch keine im Umlauf.

Warnung von Michael Hüppi

Michael Hüppi, Präsident der FC St.Gallen AG, warnt die Politik jetzt schon: „Wird die Vorlage abgelehnt, könnten bei uns bald schon Zustände wie in Genf herrschen.“ Hitzige öffentliche Kontroversen sind jedenfalls jetzt schon programmiert.

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