Sion geht die Puste aus

  • Publiziert: 24.02.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Alain Kunz
play Ganz tief durchatmen: Sion-Boss Christian Constantin. (Keystone)

Der FC Sion ist miserabel in die Rückrunde gestartet. Die schonungslose Schlussfolgerung von Boss Christian Constantin: «Wir sind der Abstiegskandidat Nummer 1.»

Die desolate Leistung beim 2:3 in Neuenburg stank CC gewaltig. Seit dem Wiederaufstieg 2006 hat Sion erstmals gegen Xamax verloren. Und das Resultat beschönigt den fürchterlichen Auftritt noch. Die beiden Walliser Tore fielen erst in der Nachspielzeit.

Die Bilanz von Sion im Jahr 2009: vier Spiele gegen die vier Letztplatzierten, vier Punkte. Jetzt geht es gegen die Schwergewichte der Liga. Üblicherweise, in Sion-Dimensionen gedacht, ist da der Zeitpunkt gekommen, die Alarmglocken schrillen zu lassen und den Trainern das Messer an den Hals zu setzen. Doch CC bleibt ruhig: «Ich mische mich nicht ein und lasse die Coaches arbeiten. Die Rolle des Trainers hatte ich im Herbst inne. Jetzt spiele ich die Rolle des Präsidenten. Für den Moment.»

Der gefährliche Zusatz bedeutet: Für Bertine Barberis und Christian Zermatten läuft die Schonfrist bald ab. Vor allem, wenn sie wieder derart abstrus aufstellen und die am Mittwoch gegen Luzern noch besten beiden Offensivkräfte Monterrubio und Obradovic auf der Bank versauern lassen wie in Neuenburg.

Etwas Zählbares muss bereits am Samstag gegen YB her. Nur: Kann die Partie stattfinden? Nach Genf disloziert CC nicht noch einmal. Und gestern lagen im Tourbillon 15 cm Schnee. Doch weil die Temperaturen in der Schweizer Sonnenstube in den nächsten Tagen auf über zehn Grad steigen, dürfte das Terrain hergerichtet werden können.

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