Schlitzohr Sforza Sieg dank bewusstem Understatement?

  • Publiziert: 08.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Max Kern
play GC-Trainer Sforza ist derzeit gut drauf. (Toto Marti)

Kein Spiel-Rhythmus, keine Innenverteidiger: GC-Coach Ciri Sforza gab sich harmlos – und gewann damit in Basel.

Nur ein Ernstkampf in den letzten 12 Wochen. Und mit dem operierten Spanier Guillermo Vallori und dem gesperrten Captain Boris Smiljanic fehlte GC nach vier Wochen Wettkampfpause die gesamte Innenverteidigung. Beim Doppel-Interview mit Basels Trainer Thorsten Fink sagte Sforza am Samstag im BLICK: «Thorstens Mannschaft spielt auf einem Niveau, auf dem wir nicht mithalten können.» Und in der Medienkonferenz vor dem Spiel behauptete der ehemalige Nati-Captain: «Wir werden zwei, drei Spiele brauchen, bis wir den Rhythmus gefunden haben.»

Hat der GC-Trainer vor dem Aufeinandertreffen mit seinem ehemaligen Bayern-Teamkollegen Fink bewusst auf Understatement gemacht?

Sforza lacht. Und sagt dann nach einer Kunstpause: «Man lernt immer dazu …»

In der Teamsitzung vor dem Match wählte Sforza bewusst andere Worte: «Ich sagte meiner Mannschaft: Wir werden Basel das Leben schwer machen. Wir können kicken. Jedes Spiel fängt bei Null an.»

Smiljanic schrie sich auf der Bank die Lunge aus dem Leib

Intern redete er seine beiden Verteidiger-Notnägel Josip Colina und Jeff Strasser stark. Colina schoss das 1:0. Der bald 36-jährige Strasser überzeugte als Abwehrchef. Und wird am Mittwoch beim Nachtragsspiel gegen Aarau wieder Captain Boris Smiljanic Platz machen. Smiljanic sass beim 2:1 gegen Basel in Zivilkleidern auf der Ersatzbank. Und schrie sich die Lunge aus dem Leib. Smiljanic: «Super, wie Josip abgeräumt hat. Aber alle waren hervorragend.»

P.S. Mit Understatement wirds Sforza übermorgen kaum richten können. Gegner Aarau (mit seinem ehemaligen GC-Kollegen Martin Andermatt als Trainer) ist Letzter.

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