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Seydou Doumbia verliert im Auswärtsspiel gegen die Grasshoppers (1:2) die Nerven, zeigt Gegenspieler Kay Voser den ausgestreckten Stinkefinger. Doumbia ist einsichtig und entschuldigt sich nach dem Spiel. «Das darf mir nicht passieren», sagt der Ivorer.
Trotzdem: Er wird möglicherweise mit einer Spielsperre von zwei Partien rechnen müssen. Unsportlichkeiten gegenüber Gegenspielern werden im Normalfall so geahndet.
Die Young Boys hingegen gehen davon aus, dass der 23-Jährige sogar ohne Strafe davonkommt. Der Grund: Doumbia wurde von GC-Spieler Voser auf dem Feld provoziert und als «Hurensohn» bezeichnet.
YB-Trainer Petkovic beschwert sich seit längerer Zeit, dass der Liga-Topskorer von den Schiedsrichtern zu wenig geschützt wird, oft als Freiwild gilt.
Wohl nicht ganz zu Unrecht, wie das unsportliche Rencontre mit GC-Trainer Ciriaco Sforza nach der Pause beweist. Was ist passiert? Es steht 1:0 für GC. Sforza startet an der Seitenlinie – ausserhalb des Spielfelds (!) – eine Attacke auf den Ivorer, nachdem es ein Gerangel um den Ball gegeben hat. Er berührt Doumbia unfair mit dem rechten Knie. Eine Rangelei zwischen Trainer und Spieler, obwohl der Ball längst weg ist (siehe Diashow oben).
Wie die TV-Bilder von Teleclub beweisen, hat der GC-Trainer nie den Ball, sondern nur den YB-Stürmer im Visier. Eine klare Tätlichkeit ausserhalb der Coaching-Zone also.
Immerhin: Nach der Rangelei muss Sforza auf die Tribüne – aber nicht wegen der Attacke. Ciris Erklärung im BLICK: «Ich sagte zu mir: Läck mer am Arsch. Der Linienrichter meinte, ich hätte es zu ihm gesagt. Stimmt aber nicht.»
Sforza habe sich über einen Zweikampf zwischen Yapi und Schultz aufgeregt. Die unfaire Aktion gegen Doumbia erwähnt der GC-Coach mit keinem Wort.