Beni Huggel macht als TV-Kommentator einen guten Job – doch viele Fans nerven sich.
Seit Beginn der neuen Super-League-Saison steht Beni Huggel (35) beim Schweizer Fernsehen als Co-Kommentator im Einsatz. Obwohl der Bebbi einen ordentlichen Job macht und fachlich auf der Höhe ist, sorgt er unfreiwillig für Wirbel.
Der Sprung vom grünen Rasen auf die Tribüne verlief bei Huggel im Sommer fliessend – und für viele Fans zu schnell.
Die Erklärung ist einfach: Als aktiver Spieler wurde Huggel in Basel geliebt – aber bei den gegnerischen Fans galt er als die Basler Reizfigur schlechthin.
Huggel, der mächtige FCB-Turm im Mittelfeld, stand als Inbegriff für die vielen Basler Erfolge. Das weckte Neid. Er wurde bei Auswärtsspielen oft beleidigt und ausgepfiffen.
Noch immer ist Huggel für Schweizer Fussballfans ein «Basler Spieler» und kein objektiver Experte. Viele ärgern sich daher massiv über seine Kommentare am Fernsehen. Im Berner Fanlokal «HalbZeit» wurden die Verantwortlichen beim TV-Spiel Servette - YB (1:1) vehement dazu aufgefordert, wegen Huggel den Ton auszuschalten. Es könne doch nicht sein, dass «ein Basler plötzlich die YB-Spiele kommentiert».
YB-Fanarbeiter Lukas Meier klärt auf: «Huggel ist - wie Alex Frei - bei den Berner Fans nicht sonderlich beliebt. Es ist daher logisch, dass die YB-Supporter keine Freudentänze aufführen, wenn sie Auswärtsspiele der Young Boys gucken und dazu Huggels Kommentare hören.»
Schwierig wird es vor allem, wenn Huggel, der bei Basel noch immer auf der Lohnliste steht, «seinen» FCB kommentiert. Neutralität ist für Huggel praktisch ein Ding der Unmöglichkeit. «Die FCB-Kumpels kritisieren? Vorher beisst sich Huggel in die Zunge», kritisierte kürzlich der BLICK.
Beim Schweizer Fernsehen gibt man sich zurückhaltend: «Nach drei Spielen ist es zu früh für eine entsprechende Beurteilung. Selbstverständlich aber werden die Leistungen aller Moderatoren, Kommentatoren und Co-Kommentatoren laufend internen Qualitätskontrollen unterzogen.»
Fakt ist: An Huggel scheiden sich noch immer die Geister. Nur ein einziges Mal in seiner aktiven Karriere genoss Reizfigur Huggel die Sympathien aller Schweizer Fans. Nämlich damals, als sich Huggel als Natispieler in der hitzigen Auswärts-Barrage zur WM 2006 mit türkischen Spielern und Funktionären eine wilde Schlägerei lieferte.
Und weil «Märtyrer» Huggel anschliessend gesperrt wurde – und dadurch die WM in Deutschland verpasste – wurden plötzlich in einer nationalen Solidariätswelle unzählige «Free Beni Huggel»-Trikots verkauft und getragen. Und zwar in Bern, Zürich und in Basel.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Basel | 33 | 59:30 | 66 |
| 2 | GC | 33 | 41:30 | 60 |
| 3 | St. Gallen | 33 | 49:32 | 56 |
| 4 | Zürich | 33 | 54:42 | 49 |
| 5 | Sion | 33 | 36:49 | 45 |
| 6 | Thun | 33 | 41:42 | 44 |
| 7 | YB | 33 | 44:43 | 42 |
| 8 | Luzern | 33 | 35:46 | 36 |
| 9 | Lausanne | 33 | 25:47 | 27 |
| 10 | Servette | 33 | 28:51 | 26 |
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