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Am Freitagmorgen sorgte eine Meldung für Unruhe. Laut der «Tribune de Genève» werde am Montag der Anwalt der Reinigungsfirma «Cleantonic» den Konkurs des Vereins beantragen.
Ohne den Verein zuvor zu betreiben will die Firma, die für die Reinigung des Genfer Fussballstadions zuständig ist, den Druck auf den iranischen Präsidenten Majid Pishyar erhöhen. Seit August 2011 schuldet Servette der Firma Rechnungsbeträge in der Höhe von 90'000 Franken.
Kurz nach Mittag gibt der Anwalt von Cleantonic» vorerst Entwarnung. Man werde vorderhand auf ein Konkursbegehren verzichten, weil Pishyar eine vereinbarte Tranche von 30'000 Franken am Freitagmorgen überwiesen habe (siehe Box unten).
Chef der Reinigungsfirma ist ausgerechnet der ehemalige Servette-Profi Stéphane Guex. Er sagte in der «Tribune de Genève» zur Androhung des Konkursverfahrens: «Ich musste mich enorm überwinden, diesen Schritt zu tun. Man hat meine Gefühle ausgenutzt. Aber meine Firma wird Konkurs gehen, da 60 Prozent unserer Aktivitäten im Stade de Genève stattfinden. Ich müsste zwölf Leute entlassen.»
Servette-Sprecher Cédric Tonoli gab zu: «Wir haben ein Liquiditätsproblem. Wir versuchen, Lösungen zu finden. Wir bitten unsere Gläubiger, geduldig zu sein.» Am Mittag will der Genfer Fussballklub eine Pressekonferenz abhalten.
Pishyar konnte zwar mit seiner Anzahlung einen möglichen Konkurs vorerst abzuwenden, doch es droht weiteres Ungemach. Der von ihm entlassene Trainer Joao Alves (Por) fordert von Servette eine Million Franken für Löhne und Prämien, da sein Vertrag noch bis Sommer 2013 gültig ist.
Zudem soll Servette den Stadtwerken noch immer rund 100'000 Franken für Strom- und Wasserkosten im Stadion schulden. Auch ein Dutzend Angestellte der Nachwuchs-Akademie soll noch immer auf seine Gehälter warten. (wst/Si)
Auf der Homepage von Servette reagiert Präsident Pishyar: «Die fehlenden Einnahmen wegen der Winterpause und der Absenz von Heimspielen haben einen beachtlichen Einfluss auf unseren Finanzplan», so der Iraner. «Trotz allem haben wir am 2. Februar eine Zahlung über 30'000 Franken an die Cleantonic ausgeführt, wie beim Treffen am 27. Januar verlangt wurde.»
Guex und sein Anwalt hatten dem Genfer Traditionsverein vorgeschlagen, am 2. Februar 30'000 Franken zu bezahlen, und den Rest mit einem Rückzahlungsplan während sieben Monaten zu berappen.
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