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Ein tiefer Cut oberhalb des linken Auges, ein blutunterlaufenes Auge, ein Bluterguss auf dem Jochbein – es sind Spuren im Gesicht von Servette-Verteidiger Vincent Rüfli (23), die von der üblen Prügel-Attacke zeugen.
Täter ist Lausanne-Stürmer Matt Moussilou (29). Als Rache für angebliche rassistische Beleidigungen Rüflis während dem Derby (4:2 für Servette).
Rüfli und Moussilou liefern sich heisse Duelle auf dem Rasen. Sportlich und verbal. Rüfli zu BLICK: «Er hat mich beleidigt, da habe ich ihn auch beleidigt.» Was Rüfli gesagt hat, verrät er nicht. Lausanne-Präsident Jean-François Collet behauptet: «Rüfli hat Moussilou die ganze Zeit provoziert, rassistische Dinge gesagt und seine Eltern beleidigt. Rüfli ist bekannt für seine Provokationen!»
Hat Rüfli seinen Gegenspieler wegen seiner dunklen Hautfarbe beschimpft? Das Prügel-Opfer wehrt sich: «Beleidigungen auf dem Feld sind üblich. Es sind keine aussergewöhnlich wüsten Worte gefallen.»
Schon zur Halbzeitpause geraten die beiden im Kabinengang aneinander. Nach Spielschluss knallts. Als Moussilou Rüfli auf dem VIP-Parkplatz neben dem Stadion aufwartet.
Der französisch-kongolesische Doppelbürger stellt Rüfli zur Rede – Moussilou schlägt zu! Rüfli: «Er hat mir einen Faustschlag verpasst, ich habe nichts gemacht. Dafür gibts Zeugen.» Ein Polizist in Zivil beobachtet den Tathergang.
Lausanne-Spieler Thierno Bah (Ex-Servette) geht dazwischen. Die Polizei nimmt den Fall auf. Servette und Rüfli werden am Montag Anzeige erstatten.
Klubintern wurde Moussilou bereits bestraft. Präsident Collet, der einzige Lausanner, der gestern zu einer Stellungnahme bereit war, sagt: «Er hätte nie zuschlagen dürfen. Das kann ich nicht tolerieren, dafür werden wir ihn bestrafen. Er muss eine Busse zahlen.» Nach BLICK-Informationen kostet ihn der Ausraster 3500 Franken.
Pikant: Beim Léman-Derby vom 17. September 2001 kams zu einem vergleichbaren Fall. Der dunkelhäutige Lausanne-Stürmer Pape Thiaw brach Servette-Star Stéphane Fournier im Kabinengang mit einem Faustschlag die Nase. Thiaw wurde für zwölf Spiele gesperrt!
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Übeltäter Moussilou hält sich die Servette- Spieler Kouassi (l.) und Moubandje vom Leib. (Sven Thomann)