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In der Zentralschweiz geht es in den letzten Tagen turbulent zu und her. Letzten Mittwoch zeigt Goalie David Zibung den eigenen Fans nach dem zweiten haltbaren Treffer gegen St.Gallen den Stinkfinger und muss nun dafür büssen. FCL-Verwaltungsratspräsident Walter Stierli: «Wir wollen Zibung aus der Schusslinie nehmen und erwarten diese Woche zudem die Sperre des Verbandes. Intern wird es eine Busse absetzen.»
Zibungs Stinkfinger ist Swen Königs Glück. Der ewige zweite Goalie packt seine Chance und spielt auf der Maladière den Match seines Lebens. Unglaublich was der 25-Jährige alles hält. Seinen einzigen Fehler radiert der schwache Schiri Chirchetta aus, als er das korrekte Kopftor von Gerard Gohou nach 255 Sekunden anulliert. Das zweite Opfer der letzten vier Pleiten ist Kapitän Gerardo Seoane.
Seoane: Viel Disco und Spott für die Jungen
Der gebürtige Spanier wird als Spielführer abgesetzt und von Trainer Rolf Fringer mit Rückendeckung des Verwaltungsrates in den Nachwuchs versetzt. Dem Innenverteidiger wird ungebührliches Verhalten auf und neben dem Platz vorgeworfen. Zudem soll er die jungen Spieler im Training bloss gestellt und lächerlich gemacht haben. Und das Luzerner Nachtleben musste auch nicht auf ihn verzichten.
Alle seine Verfehlungen ergeben eine Komponente und die heisst Stinkstiefel. Walter Stierli: «Ja so einen kann man als Stinkstiefel bezeichnen und solche Leute haben beim FC Luzern keinen Platz mehr in der ersten Mannschaft.» Gerade wegen dieser Turbulenzen freut der glückliche Luzerner Sieg den Präsidenten doppelt. «Das war ein Sieg einer gelebten Solidarität und eines intakten Teams auch wenn wir einige Mal das Glück auf unserer Seite hatten.»
Auch Xamax hat einen Stinkstiefel
Tabula rasa macht auch Xamax mit seinem unbelehrbaren Spieler. Damien Tixier. Der Franzose flog am Donnerstag bei GC zum dritten Mal in dieser Saison vom Platz und muss nun die Neuenburger per sofort verlassen. Sportchef Paolo Urfer: «Wir haben mit ihm nach der letzten dummen roten Karte gegen Basel vor ein paar Wochen gesprochen. Genützt hat es nichts und wer nicht hören will, muss fühlen.» Harten Sitten im CH-Fussball. Es wurde aber auch Zeit.