Schlägerei auch im GC-Training!

  • Aktualisiert am 13.01.2012
  • Von Andreas Böni und Max Kern

NIEDERHASLI - Wildwest-Szenen im GC-Campus: Ein Spielberater schlägt und tritt einen Journalisten. Dieser erstattet Strafanzeige.

Im GC-Campus stieg gestern ein internes Trainingsspiel, als am Spielfeldrand die Fäuste flogen. In die Haare gerieten sich Giacomo Petralito, Schweizer Spielervermittler mit sizilianischen Wurzeln, und Thomas Schifferle, Journalist des «Tages-Anzeigers».

Der Hintergrund der Faustschläge: Der Journalist hatte im Herbst 2008 eine argentinische Zeitung zitiert, die dem Spielervermittler unterstellte, dieser habe sich in Rosario als GC-Vizepräsident ausgegeben. Was Petralito vehement bestreitet. Zitat des «Tages-Anzeigers»: «Wesentlicher ist, dass er (Petralito) nur ein Spielervermittler von zweifelhaftem Ruf ist.»

Sagte Tagi-Journi wirklich «Sau-Tschingg»?

Gestern treffen sich die beiden beim Spiel. Die Version von Petralito: «Ich ging zu Herrn Schifferle und sagte ihm: ‹Wenn ich Vizepräsident von GC wäre, würde ich Ihnen hier Eintrittsverbot geben.› Worauf mich Schifferle wegschubste und sagte: ‹Ich rede nicht mit einem Sau-Tschingg!›»

Schifferle sagt dazu: «Das ist frei erfunden. Ich sagte nur: ‹Muss ich mit Ihnen reden?› Dann lief ich davon. Dafür habe ich einen Zeugen.»

Petralito läuft hinterher – dann schlägt er laut BLICK-Informationen den Journalisten ins Gesicht, worauf das Opfer zu Boden geht. Darauf verpasst Petralito dem etwa 20 cm grösseren Gegner fünf, sechs Tritte.

Petralito: «Ich bin provoziert worden.» Opfer Schifferle wird Strafanzeige erstatten.

GC verurteilt den Angriff

Der Grasshopper-Club hat den tätlichen Angriff des Spielervermittlers Giacomo Petralito vom letzten Mittwoch auf den Journalisten Thomas Schifferle vom «Tages-Anzeiger» auf dem GC- Campus in Niederhasli scharf verurteilt.

In einem Schreiben mit dem Titel «Untolerierbares Verhalten» nahm der Verein den Vorfall «mit Befremden zur Kenntnis». Ein solches Verhalten könne nicht toleriert werden. «GC behält sich weitere Schritte vor», hiess es im Schreiben zwei Tage nach der Attacke gegen den TA-Journalisten und einen Tag nachdem Tagi- Sportchef Fredy Wettstein forderte, «dass sich GC von einer solchen Person klar distanziert und die Zusammenarbeit einstellt.» (Si)

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