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Ich musste mir als Spieler von den Schiris einiges an den Kopf werfen lassen: «Du fällst doch nur, weil du zu alt bist!» Oder: «In diesem Spiel pfeife ich keinen Penalty für dich – egal, was passiert!» Klar: Ich war kein Kind von Traurigkeit, füllte die Video-Regale der Liga mit Beispielen von herausgeschundenen Elfmetern. Dennoch sind solche Aussagen inakzeptabel.
Warum? Die Protagonisten eines Fussballspiels sind die Spieler. Nicht die Schiris. Nicht die Fans. Das war zumindest zu meiner Zeit so. Doch heute drängen sich sowohl Refs wie auch Fans immer mehr in den Vordergrund, wollen auch Hauptdarsteller im Zirkus Fussball sein.
Bei den Schiris ist der Grund einfach: Eifersucht! Sie sind Amateure, pfeifen für einen Hungerlohn, die Spieler verdienen fette Saläre. Dabei stehen alle auf dem gleichen Feld.
Die Schiris fühlen sich unterlegen, auch wenn sie die Macht haben. Kompensieren das mit Sprüchen. Mittlerweile gehen sie regelmässig ins Solarium, achten auf ihre Linie wie ein Model und tragen Designerklamotten. Sie wollen auch Stars sein. Und das ist verkehrt!
Der Schiedsrichter ist eine Notwendigkeit, mehr nicht. Er soll aufs Feld kommen, pfeifen – und die Schnauze halten. Das ist sein Job. Und den verrichtet er am besten, wenn man ihn gar nicht wahrnimmt.
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Kubilay Türkyilmaz, BLICK-Sportexperte. (Toto Marti)