«Geld ist nicht alles im Leben»
«Ich war 16 Jahre alt, hatte eben meinen ersten Profi-Vertrag bei Salzburg unterschrieben, als mein Vater bei einem Unfall ums Leben kam.
Salzburg war im Hoch, hatte eben im Uefa-Cup-Final gegen Inter Mailand gespielt. Ich war am Boden. Sein Tod hat mich zwei, drei Jahre beschäftigt und mich in meiner fussballerischen Entwicklung zurückgeworfen.
Aber ich habe mich zurückgekämpft. Daher faszinieren mich Biografien mit Brüchen – insbesondere jene von Mickey Rourke. Er gefällt mir als Schauspieler. Ich mag seinen Film ‹Bullet›. Da spielt er einen Gangster, der aus dem Gefängnis rauskommt.
Wie Mike Tyson hat er zudem ein Bad-Boy-Image. Deshalb ist die Rolle wie geschaffen für ihn.
Viel spannender als seine Filme finde ich sein wirkliches Leben. Er hat viele Tiefschläge durchgemacht, Alkohol- und Drogenexzesse durch- und überlebt. Doch er ist immer wieder aufgestanden, ein Schauspieler von Weltruhm.
Sein Schicksal zeigt einmal mehr: Geld ist nicht alles im Leben, wenn man nicht weiss, wie man damit umgeht. Mickey Rourke müsste man wohl in einer Bar treffen. Ich trinke zwar keinen Alkohol, aber mit ihm würde ich vermutlich einen Whiskey kippen. Dann würde ich ihn fragen, was von all dem, was man liest, wirklich wahr ist.»