Rekordhalter Tholot 427 Tage unter CC! «Ich bin der Coach, er ist der Boss!»

Seit heute ist Didier Tholot (51) dienstältester Trainer unter CC. Er redet über den Präsidenten, was ihn «ankotzt» und ob er je nach Basel wechseln würde.

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Platz +/- Mannschaft SP Tore Punkte
1 0 Basel 17 48:15 44
2 0 YB 17 39:22 32
3 0 Sion 17 35:28 29
4 0 Luzern 17 35:30 29
5 0 GC 17 26:32 21
6 0 St. Gallen 17 18:26 18
7 0 Lausanne 17 29:33 17
8 0 Lugano 17 23:35 17
9 0 Thun 17 21:31 16
10 0 Vaduz 17 20:42 15
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BLICK: Didier Tholot, Gratulation! Sie sind so lange im Amt wie kein Sion-Trainer seit 2003!
Didier Tholot:
Danke. Aber das hat für mich keine Bedeutung. Ausser, dass es eine Bestätigung unserer Erfolge ist.

Keine Bedeutung? Glauben wir nicht.
Wirklich nicht. Es zeigt, welches Verhältnis ich zum Präsidenten habe. Aber auch das würde nichts nützen, wäre ich erfolglos. Es zeigt auch: Wir arbeiten sehr professionell.

Sind Sie ein glücklicher Trainer?
Ja. Ich fühle mich sehr wohl. Das Team hält zusammen, ist sehr gesund. Wir konnten etwas in diesen Klub bringen und spielen einen sympathischen Fussball.

Was macht Sie sonst glücklich?
Das Verhältnis zu Christian Constantin. Dass ich der Coach bin, der ihm den 13. Cuptitel bescherte.

Macht Sie das auch stolz?
Ja. Weil ich wusste, was dieser Titel für das Wallis, den Klub und die Fans bedeutet.

Wie hat sich das Verhältnis zu CC geändert, seit sie 1997 als Spieler erstmals nach Sion kamen?
Wir wissen, wie der andere tickt. Wir haben gegenseitiges Vertrauen und Respekt. Das ist gewachsen. Ich bin der Trainer, er der Boss. Aber ich kann mit Vertrauen und viel Freiheit arbeiten.

Er redet nicht rein?
Wir besprechen uns. Aber er hat mir nie etwas aufgezwungen. Vielmehr hat er mich zum Nachdenken angeregt, weil er – im Gegensatz zu anderen Präsidenten – sehr viel von Fussball versteht. Auch als Trainer muss man auf andere hören. Aber ich bin der Trainer, ich entscheide!

CC und Didier, eine amour fou?
Nein, nein. Aber eine schöne Geschichte. Wichtig ist, dass ich zu meinen Werten stehen kann. Auch dann, wenn ich mit ihm nicht einverstanden bin. Wenn es eines Tages anders ist, gehe ich zu ihm ins Büro und beende die Sache.

Didier Tholot und CC stossen aufeinander an

 

Was verbindet Sie beide?
Er hat mir geholfen, als ich Spielertrainer von Vevey war. Und er weiss genau, dass ich ihm geholfen habe, als er sich den Verbleib in der Challenge League vor Gericht erkämpfte und ich weitertrainierte, obwohl ich keine Mannschaft mehr hatte.

Wie viel Wallis ist in Didier Tholot?
Viel! Es bedeutet schon was, dass CC sagte, ich würde nach Hause zurückkehren, als ich zum dritten Mal Trainer wurde. Auch wenn ich das Meer liebe. Das Wallis ist ein wichtiger Teil meines Lebens.

Der wäre?
Ich stehe mit beiden Füssen auf dem Boden und weiss, wohin ich will. Unbekannten gegenüber wahre ich Distanz, bis ich weiss, mit wem ich es zu tun habe. Dann gebe und teile ich sehr gerne.

Würden Sie ein viertes Mal Coach werden?
Ja, wenn CC mich anfragt. Aber nie wegen Geld.

Nach dem Europa-League-Sieg in Bordeaux sind Sie im Visier von Ligue-1-Klubs.
Ich bin jetzt hier. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, als Trainer eine Stufe höher zu steigen, rede ich mit CC.

Aber zuerst muss Sion in der Super League zulegen.
Dieser gewaltige Rückstand auf Basel kotzt mich an. Aber wir haben das Kader nicht, in drei Wettbewerben erfolgreich zu sein.

Ist Sion eines Tages auf Augenhöhe mit Basel?
Das sind wirtschaftlich zwei Welten! Wir haben im Wallis CC und sonst nichts!

Sie waren als Spieler in Basel Publikumsliebling. Was, wenn der FCB anfragt?
Ich bin sehr mit dem Wallis verbunden. Aber Basel hat auch einen Platz in meinem Herzen. Der FCB spielt in der Champions League. Ich müsste lügen, wenn ich sagte, dass mich das nicht reizen würde.

Publiziert am 17.02.2016 | Aktualisiert am 17.02.2016
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3 Kommentare
  • Anselm-Gilbert  Karlen aus Naters
    17.02.2016
    Didier, arbeit hart und konsequent mit seinen Leuten. Zudem spricht er mit allen Spielern und öfters. Die Spieler vertrauen ihm und der Respekt gegenseitig ist gross. Zudem versteht er seinen Job. Wie er Basel in Basel beim Cup Finale überraschte war eine grosse Leistung. Die Mannschaft setzte um was Tholot vorgab und hatte so Erfolg. Dieser festigt wiederum das gegenseitige Vertrauen. Das spürt auch CC und lässt ihn daher machen, weil fast alle Big Point hat Tholot gewonnen.
  • Nino  Bambino , via Facebook 17.02.2016
    Jetzt geht es nicht mehr lange und Sion hat einen neuen trainer.
    • Anselm-Gilbert  Karlen aus Naters
      17.02.2016
      Sie haben diesen Kommentar in der Nacht geschrieben, da sind die Gedanken nicht klar, der Körper müde und das Gemüt gestört. Daher diese komische Aussage.