Petarden in BHs und Genitalien

  • Aktualisiert am 20.01.2012

BASEL - Lebensgefahr für Fans im Joggeli! Chaoten werfen Pyros in die Zuschauerränge. Doch wie kommen die verbotenen Fackeln überhaupt ins Stadion? Die Tricks der Krawall-Fans.

FCZ-Präsident Ancillo Canepa (54) zeigte sich nach den Ausschreitungen am Freitag geschockt. «Es hätte Tote geben können». Mehrfach wurden nämlich während der Partie brennende Fackeln aus dem FCZ-Block in die Basler-Fans geworfen. Diese sind über 1000 Grad heiss und können kaum gelöscht werden! Verantwortlich dafür sind die inoffiziellen Zürcher Ultra-Gruppierungen «K4» und die «Fussball Prolls». «Es gibt tausend Möglichkeiten, wie Fackeln in die Stadien geschmuggelt werden», sagte Dölf Brack, langjähriger Hooligan-Spezialist der Stadtpolizei Zürich und Sicherheitsdelegierter der Super League gegenüber dem SonntagsBlick. Das Gesehene in Basel sei eine neue Stufe der Gewaltanwendung. Sind Sicherheitskontrollen nutzlos? Hier einige schockierende Beispiele, wie Petarden in die Stadien geschmuggelt werden: Kinder und Grossväter werden angestiftet, die Fackeln ins Stadion reinzuschmuggeln.Oft werden weibliche Fans eingesetzt. Die Frauen verstecken die Petarden in den BHs oder führen sie sogar in Körperöffnungen ein. Der Grund ist simpel. An diesen Stellen dürfen die Ordner aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht kontrollieren. Die «Fans» binden sich die Petarden um den Bauch.Auch Hotdogs und Sandwiches sind beliebte Transportmittel. Am Freitag flogen zudem Becher aus der FCZ-Kurve. Aber nicht etwa Bier, Coca Cola oder Mineralwasser landete auf den Köpfen der Basler-Fans, sondern Urin. Das Geschäft wurde kurzerhand in die leeren Becher erledigt. Wo führt das hin? (zbi)

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