Zürich ist keine Fussballprovinz mehr — aber frühestens ab Herbst 2014 Noch 1825 Mal schlafen...

  • Publiziert: 04.06.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Max Kern

Der FCZ und GC bekommen endlich ein richtiges Fussballstadion. Aber wenn es so weit ist, brauchen Canepa, Vogel und Co. vermutlich eine Gehhilfe.

Acht Jahre Planungsarbeit wurden von der Credit Suisse gestern über den Haufen geworfen. Das 600 Millionen Franken teure, überdimensionierte Pentagon-Stadion mit über 30 000 Sitzplätzen und Mantelnutzung ist gestorben. Die Grossbank tritt Land an die Stadt Zürich ab, erhält im Gegenzug Nutzungsrechte für Überbauungen. Die Stadt baut gemeinsam mit Meister FCZ und GC auf dem alten Hardturm-Areal einen Fussball-Tempel für 20 000 Zuschauer. Die Eröffnung ist im besten Fall auf Sommer 2014 geplant.

Erlebt der 56-jährige Meister-Präsident Ancillo Canepa den Einzug in die neue Arena noch an der Spitze des FCZ?

«Es gibt keinen Hinweis darauf, dass ich das neue Stadion nicht erlebe», sagt Canepa zu BLICK. «Mehr als Witz sage ich jeweils: Ich bleibe im Amt, bis wir zwei Sterne haben.» Zwei Sterne auf dem Leibchen gibts in der Schweiz ab dem 20. Meistertitel. Die Spieler des Stadtrivalen GC tragen für die 27 Titel ihres Klubs die zwei goldenen Sterne auf der Brust. Canepas FCZ feierte letzte Woche den zwölften Titel, acht fehlen noch.

Die Vorfreude auf die neue Arena ist auf allen Seiten gross. Und es soll ein Bijou werden. Canepa: «Ich will kein 08/15-Stadion. Es soll sofort erkannt werden.» Martin Blaser, Verwaltungsratsmitglied von GC: «Ich habe immer die Meinung vertreten, ein 20 000er-Stadion wäre der richtige Weg.» Stadträtin Kathrin Martelli (FDP): «Wir wollen kein Allerwelts-Stadion, es soll eines der ökologischsten der Welt werden. Und ein Fussball-Kessel, in dem man die Stimmen hört.»

Gestorben ist gestern die Idee der Duplex-Arena (mit Fussball und Eishockey). Für den Stadtrat entscheidend waren «grösste Bedenken in Bezug auf die Sicherheit».

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