Liebes YB-Tagebuch – 22. Januar
Es kümmert die YB-Kicker überhaupt nicht, dass die Spieler des FC Zürich einen freien Abend ohne Bettzeiten erhielten. «Wir stehen um sieben Uhr morgens auf», erzählt David Degen. «Um halb acht gehen wir laufen, da kannst du nicht am Vorabend Party machen.»
Sowieso scheint es, als seien die Berner am Abend völlig platt. Die einen lassen sich von den Physios pflegen, die anderen setzen sich in die Lobby.
Seydou Doumbia haut sich mit Musik in den Ohren aufs Sofa, Jung-Verteidiger François Affolter lässt seinen Monatslohn in der Internet-Ecke – 1 Euro für zehn Minuten – liegen.
David Degen ist ständig am Telefon und schaut den zwei Urgrossmüttern zu, die zu «I Just Want To Say I Love You» das Tanzbein schwingen. «Baykal, en Lappe (=100 Franken) wänd mit dene go tanze gosch», stichelt er Abwehr-Boss Baykal Kulaksizoglu an, doch der lehnt dankend ab.
Dieser bleibt lieber beim gemütlichen PSP-Gamen sitzen. Zu acht spielen sie, kabellos verbunden, Mario Kart. Der Schnellste ist Felix Bastians, der sich hauchdünn vor Mario Raimondi durchsetzt. Kurz nach zehn Uhr ist Schluss, die Jungs sind fix und fertig.
PS: Die Playstation 3 von Bastians (gestern im Tagebuch) funktioniert noch immer nicht. Bastians: «Es ist eine Tragödie! Dave (Degen, die Red.) hat extra noch ein Baller-Game gekauft, dass wir gemeinsam spielen wollten. Ich habe Fifa dabei und Pro Evolution, aber die Konsole läuft nicht. Wir haben sie schon im Nachbarszimmer ausprobiert, aber auch dort klappts nicht. Meine ist die Einzige, die nicht funktioniert.»
Na hoffentlich geht sie dann zu Hause in Bern wieder an. «Sonst krieg ich `nen Anfall!»