Verdunkelungs-Gefahr bei Xamax-Boss Tschagajew bleibt im Knast

GENF - Bulat Tschagajew muss bis am 27. Februar in seiner Zelle bleiben. Das hat Staatsanwalt Yves Bertossa am späten Freitagabend entschieden.

  • Aktualisiert am 28.01.2012
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Dank diesem Neubau konnten in Champ-Dollon 100 neue Plätze geschaffen werden - immer noch zu wenig (Archiv) Das Gefängnis Champ-Dollon in Genf: Hier sitzt Bulat Tschagajew in U-Haft.- sda

Das Zwangsmassnahmengericht in Genf rechtfertigt seine Entscheidung mit der Gefahr von Absprachen zwischen Vize-Präsident Islam Satujew, der ebenfalls in U-Haft sitzt, und Bulat Tschagajew selber.

Tschagajews Anwalt Jacques Barillon erklärte, dass er und sein Mandant jederzeit einen Antrag auf Freilassung stellen könnten. Man sei nun daran, die Situation zu analysieren.

Während eines langen Plädoyers am Freitag, hat Barillon laut «Le Matin» Gegenmassnahmen zur U-Haft seines Mandanten vorgeschlagen: Tschagajew würde seinen Pass hinterlegen, eine elektronische Fussfessel tragen und unter Hausarrest bleiben.

Doch Staatsanwalt Yves Bertossa forderte zusätzlich eine Kaution in der Höhe von 5 Millionen Franken, so Barillon. Und dies sei Tschagajew zuviel, weil er die Löhne der «kleinen Angestellten von Xamax» zahlen wolle, sagte der Anwalt weiter.

Nächste Woche werde die Staatsanwaltschaft entscheiden, wie es mit dem Fall weitergeht. Tschagajews Anwalt ist zudem der Ansicht, dass keine Fluchtgefahr bestehe. Der Tschetschene sei ja bereits vor der Justiz erschienen.

Dem ebenfalls seit Donnerstag in Untersuchungshaft sitzende Satujew wirft die Neuenburger Staatsanwaltschaft Misswirtschaft vor. Genf und Neuenburg seien im stetigen Kontakt, um das Vorgehen zu koordinieren, hiess es von den Staatsanwaltschaften.

Tschagajew selber fühlt sich derweil verraten. «Leute, denen er vertraute, haben sich im Laufe der Monate aus dem Staub gemacht», so Barillon bei einer kurzen Stellungnahme am Freitag.

Der Tschetschene, der Xamax erst im vergangenen Mai übernommen hatte, sieht sich als Opfer einer Lynchjustiz. Er glaube nicht mehr an die Gerichte. Er habe wirklich etwas aufbauen wollen in der Schweiz. «Seine Kinder gehen schliesslich hier zur Schule», bemerkte Barillon, der davon sprach, dass sein Mandat rund 12 Millionen Franken in Xamax investiert hat. (wst/SDA)

Kommentare (9)

  • Werner  Butz
    So etwas verlogenes, die " Kleinen "nicht bezahlt und sich nun als den unschuldig Verfolgten darzustellen. Ich hoffe nur, dasser jetzt spuehren muss wieviel Leid er angerichtet hat, Devise, hart durchgreiffen und ohne Konzessionen..!
    • 29.01.2012
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  • Werner  Lüthi , Basel
    Wusste er eigentlich in was für ein Desaster er sich eingelassen hat? Die Zuschauerzahlen von weniger als 5000 im Durchschnitt sind für einen Super Leagueverein zuwenig.
    • 29.01.2012
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  • Rolf  Mayer
    klickt alle beim Keller auf gefällt mir, so geht ihm bei jedem Punkt ein Schu.. los.So hat er seine Befriedigung. Punkt!!
    • 28.01.2012
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  • Peter  Keller
    Verdunklungsgefahr besteht aber auch in Bern und Luzern, denn dort gehen ja bald auch die letzten Lichter noch aus.
    • 28.01.2012
    • 1 Gefällt mir
  • Patrick  Rüegg , Zürich
    Anfangs Saison hat er einen Spieler kostenlos an YB abgegeben. Diese Million hätte sich Tschagajew auch sparen können. Einfach nur verrückt.
    • 28.01.2012
    • 2 Gefällt mir
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